Vortrag in englischer Sprache
Freitag, 20.12.2002, 15.00 h
Akademie der bildenden Künste Wien, Mezzanin M 20
Schillerplatz 3, 1010 Wien

Marko Kosnik
geboren 1961 in Kranj, Slovenien

Während der 1980er Jahre: Arbeit mit verschiedenen alternativen, bzw. extremen Gruppierungen wie Junajtit Adis, Laibach, Cavis Negra und Most, v.a. in der Produktion von Konzepten und Skripts, aber auch von Musik, Video und atmosphärischen ambients.
1986 Gründung des Egon March Instituts, einer kreativen Zelle für Theorie, Forschung und Entwicklung im Feld der neuen Medien. In diesem Rahmen wurden im Verlauf der 90er Jahre eine Vielzahl von Projekten realisiert. (s.u.)

Seit 1991 engagierte sich Kosnik in verschiedenen interdisziplinären Produktionen, Performances und Installationen; als Regisseur, Entwickler von interaktiven Medienkonstellationen oder Produzent von synchronisierten Radio- und Netzausstrahlungen. Gearbeitet wurde zumeist mit internationalen Partnern wie Van Gogh TV, Universcity TV, Steim and XLR.

Weiters verschiedene Performances, Vorträge und Workshops in Europa (MUU, Architonomy, Media Feedback, Hexpo 2000) und Initiation einer edukativen Medienplattform (Ministerium für Experimente).

© Marko Kosnik © Marko Kosnik

Marko Kosnik gilt als einer der Pioniere von interaktiven Kommunikations- und Medienkunstprojekten in Europa. Fast jede Produktion des "Egon March Instituts" deckt ein eigenes Forschungsfeld ab: "3 sonorostatics 2" (Performances mit elektroakustischen Platten in Hamburg, Dessau und Ljubljana, 1990-1994) | Umgebungsstudien und Umgebungsinterventionen (Stimmungsstudien und -kompositonen für das "Bauhaus"-Gebäude in Dessau, Architonomy-Workshop 1994) | Interdisziplinäre Arbeiten (Entwicklung eines interaktiven Tanzbodens, mit Bühnen- und Theatertechnik in Ljubljana und Glasgow life verbunden) | Entwicklung von Dirigiersprachen und Visuellen Partituren (PARA, Desktopcinema) | Kreativer Gebrauch und Mißbrauch von marktüblicher Software und Hardware (Automat zur Selbstinterpretation von Fernsehsendungen, life-Videomix mithilfe von Musikinstrumenten, XY-Streaming 1997-2000) | Synthetisierung sozialer Skultpuren (Hexpo2000 - Internationales Festival selbstorganisierter Kulturformen; 4-wöchiges Streaming-Festival mit drei Teams und drei Städten als "Full-Circle-Production" im realen und virtuellen Raum; Parahouse - offenes Soziallabor im Kulturzentrums K.I.E.Z in Dessau).

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