Die in Salzburg geborene und in Wien lebende 39-jährige Künstlerin Isa Rosenberger wird für ihr Gesamtwerk mit dem wichtigsten Preis für junge österreichische Kunstschaffende ausgezeichnet.
11.11.2008

Otto Mauer Preis 2008 für Isa Rosenberger Die Chemiearbeiterin © Isa Rosenberger

Die in Salzburg geborene und in Wien lebende 39-jährige Künstlerin Isa Rosenberger wird für ihr Gesamtwerk mit dem wichtigsten Preis für junge österreichische Kunstschaffende ausgezeichnet.

Die Jury hob in der Begründung für ihre Entscheidung Isa Rosenbergers Affinität zum postkommunistischen Ostmitteleuropa hervor. In den Video- und Fotoarbeiten der Künstlerin gebe es "eine deutliche Option für Frauen und für Länder des früheren Ostblocks". Immer wieder greife sie etwa Denkmäler, aber auch Bauwerke und Orte auf, die auf Vergangenes verweisen und eine Stellungnahme in der Gegenwart fordern. Rosenbergs Arbeiten "zeichnen sich durch feinen Humor und großen Respekt aus", so die Jury weiter. Die Kreativität im Umgang mit einer oft schwierigen Vergangenheit und Gegenwart zeige sich auch im formalen Bereich: "Bei einer großen Vielfalt von Perspektiven, einem ständigen Wechsel des Standpunkts, hat jede Arbeit innere Dichte und eine kompakte Gestalt. Jede bringt eine Geschichte ins Bild". Isa Rosenberger schaffe Werke, die "über den konkreten Anlass hinaus etwas Allgemeingültiges" hätten.

MagdalenaMagdalena Brandl, © Isa Rosenberger, Foto: Ruth Kaaserer

Interessierte können sich vom 5. bis 21. Dezember in einer Ausstellung im "JesuitenFoyer" (Bäckerstraße 18, 1010 Wien) an Hand von ausgewählten Arbeiten selbst ein Bild vom Schaffen der Künstlerin machen. Die Eröffnung findet am Donnerstag, 4. Dezember, um 19.30 Uhr statt, der Eintritt ist frei (Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 13 bis 18 Uhr, sonntags 10.30 bis 12.30 Uhr).