25.11.2011

Inauguration der Rektorin Eva Blimlinger v.l.n.r.: Karin Riegler, Andrea B. Braidt und Eva Blimlinger
© Viktor Brázdil

Nach dem feierlichen Einzug der Rektor_innen der Universitäten und des Senats der Akademie der bildenden Künste Wien, angeführt von der MidiMarschMusik-Kapelle, wurde heute Eva Blimlinger die Amtskette von Alfred Brogyányi, dem Vorsitzenden des Universitätsrates offiziell überreicht.

Andrea B. Braidt, Vizerektorin für Kunst | Forschung und Karin Riegler, Vizerektorin für Lehre | Nachwuchsförderung wurden offiziell von Frau Blimlinger in ihr Amt eingesetzt.

Brogyanyi, der darauf hinwies, dass die Akademie mit derzeit 1.260 Studierenden die zweitkleinste Uni Österreichs sei ("Nur Linz ist kleiner"), betonte das gute Verhältnis zwischen Universitätsrat, Senat und dem Rektorat, das als österreichweites Unikum rein weiblich besetzt sei.

BrogyaniAlfred Brogyányi, Vorsitzender des Universitätsrates überreicht die Amtskette, © Viktor Brázdil

Senatsvorsitzende Martina Pfingstl erinnerte daran, dass die Uni-Besetzungen 2009 an der Akademie ihren Ausgang genommen hatten, nannte Argumente wie "Was nichts kostet, ist auch nichts wert", mit denen heutzutage für Studiengebühren geworben werde, "schlicht Blödsinn" und Blimlinger eine "Kämpferin". "Ich denke, es wartet eine gute Zeit auf uns."

Rede© Viktor Brázdil

Auf Studiengebühren kam auch Blimlinger in ihrer Inaugurationsrede zu sprechen, in der sie die Gründungssatzung der Akademie mit der heutigen Realität verglich. Eine Entscheidung über die Einführung von Studiengebühren an die Unis zu delegieren, sei "ein grundlegendes Missverständnis" und eine "Fehlinterpretation" des Begriffs Autonomie. Sie unterstützte "nachdrücklich" die Forderung nach einer einheitlichen Hochschullehrer-Kurie, "und wenn es schon Kurien gibt, sollten alle im Senat das gleiche Stimmrecht haben".

Die neue Rektorin kritisierte die mangelhafte finanzielle Ausstattung der Unis. So würden ihre Gebäude von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) verwaltet, deren Auftrag es sei, marktwirtschaftlich zu agieren. Die bürokratischen Hürden für Studenten (und alle anderen Menschen) aus Drittstaaten sollten erleichtert werden. Blimlinger betonte, alle Aufgaben wie etwa auch die bevorstehende Generalsanierung des Gebäudes, seien nur gemeinsam zu bewältigen.

Unter den Festgästen waren u.a.: Maria Vassilakou, Vizebürgermeisterin, Die Grünen Wien; Andrea Kuntzl, Familiensprecherin SPÖ, Terezija Stoisits, Volksanwältin; Sylvia Eisenburger, Gesellschaft der Freunde der bildenden Kunst; Clemens Jabloner, Präsident des Verwaltungsgerichtshofes; Alexander van der Bellen, Nationalratsabgeordneter und Beauftragter für die Wiener Universitäten; Kurt Grünewald, Bildungssprecher Die Grünen; Kurt Scholz, Obersenatsrat Zukunftsfonds; Blimlinger Thomas, grüner Bezirksvorsteher Wien Neubau; Gerald Bast, Rektor Universität für angewandte Kunst; Reinhard Kannonier, Rektor Kunstuniversität Linz.

Ansprachen:
Alfred Brogyányi
Vorsitzender des Universitätsrates
Martina Pfingstl
Vorsitzende des Senates
Inaugurationsrede Eva Blimlinger

Musik:
MidiMarschMusik-Kapelle

MidiMidiMarschMusik-Kapelle, © Viktor Brázdil

Die Rektorinnen trugen Talare geschneidert von Karin Krapfenbauer, "The house of the very island".