03.12.2012

PEEK Zusage für „Conserved Memories“ – Minister Töchterle gratuliert! Projektleiterin Elisabeth von Samsonow, Rektorin Eva Blimlinger, BM Karl-Heinz Töchterle und FWF Präsident Christoph Kratky mit Projektteam Tal Adler, Niko Wahl, Friedemann Derschmidt und Karin Schneider
Foto: Julia Weichselbaum

In der FWF-Kuratoriumssitzung Ende November 2012 erhielt das Projekt „Conserved Memories – History making in Austria told in Stories and Pictures“ unter der Projektleitung von Elisabeth von Samsonow (Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften) eine Förderzusage im hoch kompetitiven PEEK-Programm (Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste). Insgesamt wurden in der diesjährigen Ausschreibungsrunde sechs Projekte genehmigt.

Anläßlich der Projektgenehmigung besuchten BM Karl-Heinz Töchterle und FWF Präsident Christoph Kratky die Akademie um sich von der Projektleiterin und dem Projektteam – Friedemann Derschmidt, Karin Schneider, Tal Adler und Niko Wahl - über das Forschungsvorhaben zu informieren.
 
„Conserved Memories“ analysiert Prozesse der Erinnerungspolitik von verschiedenen Erfahrungshintergründen aus und baut damit direkt auf Forschungsergebnissen des Projektes „MemScreen“ auf, das ebenfalls im Rahmen des PEEK Programmes gefördert und seit 2011 am Institut für Bildende Kunst durchgeführt wird.
 „Conserved Memories“ zieht Österreich als ein Beispiel dafür heran, wie Erinnerungspolitik im Entstehen begriffen ist. Im Zentrum steht dabei der  Prozess des Geschichtenerzählens und des Bilderproduzierens. Die generelle Frage, die das Projekt dabei stellt, ist: Wie formt die österreichische Geschichte die Gegenwart? Es geht dabei sowohl um die Metafrage der Bedingung von Vergangenheit und Gegenwart und darum, wie diese funktioniert. Und: Welches Potenzial bietet Kunst, um mit diesem Gap zwischen Vergangenheit und Gegenwart umzugehen?
Dazu werden in diesem Projekt künstlerische Methoden entwickelt, die eine Möglichkeit eröffnen Geschichtsforschung mit dem Alltag zu verbinden. Ein Ergebnis werden Ausstellungen sein, die ihrerseits Forschungsstationen dafür sind, wie der Kontext sich auf die Betrachtung einer künstlerischen Arbeit auswirkt.

Das Projekt „Conserved Memories“ wird Anfang 2013 starten. Wir gratulieren dem Projektteam sehr herzlich und freuen uns auf spannende Erkenntnisse!