Kunst und Kommunikation | UF Bildnerische Erziehung
Kontextuelle Gestaltung | UF Werkerziehung
Moden und Styles | UF Textiles Gestalten
Onlineanmeldung 20.05.- 21.06.2013
Kurzes Interview mit Präsentation des Portfolios am 01.07. oder 02.07.2013
Dreitägige Zulassungsprüfung am 03.07., 04.07. und 05.07.2013

Die Zulassungsprüfung für das künstlerische Lehramt wird einmal jährlich am Ende des Sommersemesters durchgeführt und gemeinsam für die drei Unterrichtsfächer

  • Bildnerische Erziehung - Kunst und Kommunikation
  • Werkerziehung - Kontextuelle Gestaltung
  • Textiles Gestalten - Moden und Styles

abgehalten.

Sie dient der Feststellung der fachlichen Eignung für das künstlerische Lehramtsstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Die Anmeldung zur Zulassungsprüfung erfolgt online. Weiters ist die Abgabe und kurze Präsentation eines Portfolios mit Arbeitsproben erforderlich. Das Portfolio soll einen Einblick in die bisherigen künstlerischen/gestalterischen Arbeiten und Interessen der Bewerber_innen geben. Es gibt keine Vorgaben bzgl. Medien, Materialien, Formaten, Größe oder Umfang der Arbeiten.

Folgende Fähigkeiten und Kompetenzen sind Gegenstand der Zulassungsprüfung:

  • Fähigkeit, Themen in einem künstlerischen / gestalterischen Prozess zu entwickeln und umzusetzen; dazu gehören inhaltliche Ausrichtung sowie Form-, Raum und Materialverständnis
  • Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung und deren Übersetzung im freuen künstlerischen/gestalterischen Handeln
  • Kommunikative Kompetenz und Ausdrucksfähigkeit

Die Zulassungsprüfung gliedert sich in folgende Teile:

1. Kurzes Interview mit Präsentation des Portfolios vor den Mitgliedern des Prüfungssenates

2. Dreitägige künstlerische/gestalterische Klausurarbeit, bei welcher - aufgrund der Bewältigung von den auf die Unterrichtsfächer abzielenden Aufgabenstellungen - die Eignung für die Zulassung zum Studium der einzelnen Unterrichtsfächer nachgewiesen wird. Alle Kandidatinnen und Kandidaten müssen ohne Ausnahme an allen 3 Tagen anwesend sein und die Aufgabenstellungen absolvieren.

Wenn beide Teile der Zulassungsprüfung erfolgreich absolviert wurden, werden die Kandidatinnen und Kandidaten zum Studium von einem oder mehreren Unterrichtsfächern zugelassen.

Ein Lehramtsstudium in Österreich umfasst gegenwärtig zwei Unterrichtsfächer; es können also zwei (oder auch drei) Unterrichtsfächer am Institut für das künstlerische Lehramt studiert werden oder ein Unterrichtsfach am IKL mit einem Unterrichtsfach an einer anderen Universität kombiniert werden.

Die Lehramtsstudien in Kunst und Kommunikation, Kontextuelles Gestalten sowie Moden und Styles qualifizieren Absolvent_innen für die Lehre der Unterrichtsfächer Bildnerische Erziehung, Werkerziehung und Textiles Gestalten an staatlichen und privaten Bildungseinrichtungen wie Gymnasien oder berufsbildenden höheren Schulen.

Das Studienangebot ist darauf ausgerichtet, interdisziplinäre Kompetenzen in den Bereichen der bildenden Künste, der zweckgebundenen Gestaltung, der entsprechenden technologischen und medialen Grundlagen, der kulturwissenschaftlichen Reflexion, sowie der Kunst und Kultur vermittelnden Praxis und Theorie zu erwerben. Die Ausbildung ist so angelegt, dass sich die Studierenden zusätzlich zur Lehrqualifikation weit reichende Kompetenzen für Berufe in kulturell vermittelnden, kunst- und kulturwissenschaftlichen, gestalterischen sowie künstlerischen Bereichen aneignen können.

Die Lehramtsstudien Kunst und Kommunikation (Bildnerische Erziehung), Kontextuelle Gestaltung (Werkerziehung), Moden und Styles (Textiles Gestalten) fokussieren auf jeweils unterschiedliche Aspekte kulturellen Handelns, sind als Studien aber integrativ angelegt. Diese wechselseitige Anbindung bei gleichzeitiger Differenzierung zielt darauf ab, historisch gewachsene Konventionen dessen, was kulturelle Bildung im schulischen und außerschulischen Bereich bedeuten kann, aufzubrechen. Methodisch resultiert dies in einem Fokus auf Interdisziplinarität und dem ständigen Ausloten der Zusammenhänge zwischen kultureller Produktion, Reflexion und Kommunikation. Dabei ist die kontinuierliche Arbeit an und Kritik von Methodologien von zentraler Bedeutung. Auf inhaltlicher Ebene bedeutet dies die Multiplikation des Kulturbegriffs im Hinblick auf die Fokusbereiche Kunst, Design, Moden, Architektur, Stadt und Praktiken des Textilen; konkret einen verstärkten Einzug von Alltagskultur in die thematischen Unterrichtsfelder und Praxisformen. Alltagskultur ist dabei als breites Feld von lebensweltlichen Artikulationen gefasst, die urban und rural sein können, die mit Pop, Style und Praktiken des Widerstands genauso zu tun haben wie mit so genannter Volkskultur und Anpassungsritualen, die in neuen Technologien genauso gewandt sind wie in handwerklichen Traditionen.