Geschichte und Information

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr
Geschlossen am: 1.11., 24.12., 25.12. und 1.1.

Führungen:
September bis Juni jeweils Sonntag um 10.30 Uhr
 und mit Voranmeldung unter +43 (1) 58 816 DW 2201 oder  DW 2222

Eintrittspreise:


Erwachsene 8 €
Wien-Karte 7 €
Studenten ab 19 Jahren, Senioren, Menschen mit Behinderung Behinderte 5 €
Frei: Schüler_innen und Student_innen bis 19 Jahren

Jahreskarten

Jahreskarte 20 €
für Student_innen ab 19 Jahren 15 €

Ermäßigungen

Ermäßigung für Mitglieder der Fördervereine, des Club A1 und mit Ticket der Private Art Collections

Gruppenermäßigung auf Anfrage

Die Gemäldegalerie und ihre Geschichte

Die Gemäldegalerie der Akademie und die 1692 gegründete Wiener Akademie sind in ihrer Geschichte seit jeher untrennbar miteinander verwoben: Behütet und gefördert vom Kaiserhaus wuchs hier die zentrale Kunstakademie der Donaumonarchie heran, deren repräsentativer Auftritt als Kunstbehörde über die Zeiten mindestens so wichtig war wie ihre Tätigkeit in ihrer Definition von Kunst, in ihrer Lehre und Ausbildung.

So stand es der Wiener Akademie gut an, auch über einen international anerkannten Kunstbesitz zu verfügen, als im Jahr 1822 der letzte große Kunstsammler im Wien der Monarchie seine kostbare Gemäldesammlung der Akademie zum Geschenk machte: Anton Graf Lamberg-Sprinzenstein.

Der Graf hatte auch für heutige Verhältnisse sehr modern und aufgeschlossen gedacht, als er verfügte, dass seine Sammlung in der Akademie für jedermann zugänglich zu sein hatte, von der öffentlichen Hand zu "pflegen" sei und seinen Namen zu tragen habe: die "Gräflich Lamberg'sche Gemäldegalerie der Akademie der schönen bildenden Künste". Damit entstand das erste öffentlich zugängliche Kunstmuseum Österreichs, das 1877 im ersten Stock von Theophils Hansens historistischem Akademiegebäude am Schillerplatz untergebracht wurde - und dort immer noch zu finden ist, auch wenn Lambergs Name heute untergegangen ist. Mit ihrem hochkarätigen Bestand ist die Gemäldegalerie heute eine der drei bedeutenden Sammlungen alter Meister in Wien.

Die 2010 nach langer Sanierung wieder eröffnete Gemäldegalerie bietet in ihrer Neuhängung einen Querschnitt durch die Sammlung, der sich besonders auf die Spitzenwerke ihres Bestandes konzentriert. Der Rundgang beginnt jetzt mit dem Blick auf das künstlerische Gesicht der Akademie in ihrer Glanzzeit im Klassizismus um 1800 und führt über italienischen Spätbarock und Rokoko in die zentralen Schauräume zu den Kerngruppen der Sammlung. Dort wird der facettenreiche Bestand an Gemälden des Goldenen Zeitalters der holländischen Malerei im 17. Jahrhundert mit allen Genres dieser Bürgerkunst präsentiert. Dem gegenüber brilliert die flämische, katholisch-dynastisch ausgerichtete Malerei der südlichen Niederlande vor allem mit einer reichen Auswahl an Werken des Malerfürsten Peter Paul Rubens.

Der Parcours geht weiter zu den italienischen Schulen mit Luca Giordano, Tizian und Botticelli, um schließlich ins Allerheiligste der Sammlung zu gelangen: in den Saal mit einem der Hauptwerke des Hieronymus Bosch, dem "Jüngsten Gericht" mit seinen Monstern und fantasmagorischen Visionen über das düstere Schicksal der Menschheit. Hier finden die BesucherInnen auch berühmte Tafelbilder der altniederländischen und altdeutschen Schule, so die "Marienkrönung" von Dirck Bouts oder die "Lucretia" von Lucas Cranach d. Ä.