xperiment

Ausstellen an der Akademie der bildenden Künste Wien nimmt für Studierende eine zentrale Stellung in ihrer künstlerischen Praxis ein. Zur Umsetzung ausstellerischer, kuratorischer, interventionistischer künstlerisch-wissenschaftlicher Experimente gibt es auch an der Akademie einen Raum, der inhaltlich vielfältig füllbar ist, der eindeutig der Akademie der bildenden Künste Wien zuordenbar und dennoch symbolisch und repräsentativ möglichst unbesetzt ist. Dieser Raum ermöglicht eine von den Studierenden selbstbestimmte Ausstellungspraxis, ohne eine Abarbeitung an der Institution zu erzwingen.

Für dieses Konzept ist es im Frühjahr 2012 gelungen, gemeinsam mit LENIKUS ein Objekt zu finden, das den Ansprüchen des künstlerischen Freiraums genügt und eine Kontextualisierung des experimentellen Arbeitens in einem künstlerischen Umfeld bietet. Am Bauernmarkt im ersten Wiener Gemeindebezirk bespielt eine Gruppe Studierender, die sich den Namen FRIDAY Exit gegeben haben, 2 multifunktionale Ausstellungs- und Veranstaltungsräume:

FRIDAY EXIT versteht sich als Raum für Produktion und Präsentation von Ausstellungen und Projekten experimenteller und zeitgenössischer Kunst junger Kunstschaffender. Jeden Freitag sollen Eröffnungen, Vorträge, Artist Talks und andere Formate, die im Bezug zu einer künstlerischen Praxis stehen, stattfinden. Das Programm wird von einem offenen Kollektiv von Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien aus den eingereichten Ausstellungs- und Veranstaltungskonzepten erstellt.

FRIDAY EXIT möchte eine Plattform für Dialog, Diskurs und Interaktion etablieren, die als Schnittstelle zwischen dem Innen und Außen einer Kunstuniversität vermittelt. Gemeinsam mit jungen künstlerischen, kuratorischen und wissenschaftlichen Positionen ist FRIDAY EXIT daran interessiert, künstlerische Produktions- und Arbeitsformen zu untersuchen. Diese Zusammenarbeit begreifen wir als heterogenen und lebhaften Prozess des Austauschs.