"Sculpture is what you bump into when you back up to see a painting" (Barnett Newman)

Performativ Samuel Seger, Discount Geometry, 2014
Objekt (5-teilig, je 83.5 x 65.5 x 29 cm)
Edelstahl, lackiert

Seit der zunehmenden Entdifferenzierung der Genres mit Minimal und Conceptual Art ist Skulptur zu einem kulturellen Begriff unter anderen geworden; Skulptur hat durch die Öffnungen zu Medien wie Fotografie, Video und Sprache nicht nur Raum- und Objektbegriffe reartikuliert, sondern auch den Status von Medienreflexivität und Selbstreferenzialität hin zu einer operativen Struktur vollzogen. Performativ wird Skulptur insofern als sie ihre Rahmenbedingungen thematisiert, diese nicht nur untersucht, sondern als Handlung potentiell fasst: In Material-, Orts- und Zeitspezifität fallen wahrnehmendes Subjekt, Objekt und Umraum ineinander und beziehen sich ereignishaft kontingent aufeinander. "Architektur" sowohl als konkreter, gestalteter Raum als auch als sozioökonomisches und identitätsbildendes Gefüge rückt in zweifacher Hinsicht in den Blick: als Apparat postindustrieller Subjektivierung durch hegemoniale Strukturierung von räumlicher Erfahrung ist sie in avancierter skulpturaler Praxis Untersuchungsgegenstand und Austragungsort gesellschaftlicher Kritik mit Mitteln der Kunst.

Theoretische Grundlagen in eine bildhauerische Praxis performativer Kunst werden ausgehend von Minimal und Conceptual Art - Happening, Installation, architektonische Intervention, Performance, Process Art, Research-Based Art, Institutional Critique, Relational Art - in Vorträgen, Gruppen- und Einzelgesprächen erarbeitet. Flexible Arbeitsmethodiken mit Sparten und Medien übergreifenden Konzepten sollen die Entwicklung selbstständiger, kritischer Auseinandersetzung mit Kunst fördern. Die Untersuchung ökonomischer, sozialpolitischer, institutioneller - Geschlechterrollen und Identitäten stiftende - ortsspezifischer Strukturen in Kunstgeschichte und im aktuellen Geschehen steht inhaltlich im Vordergrund. Im Bereich der Produktion werden die Studierenden durch individuelle Beratung und praktische Einführung in die technisch materielle Arbeit an ihren Projekten unterstützt. Besonderer Wert wird auf die Zusammenarbeit der Student_innen untereinander und mit anderen Klassen der Akademie gelegt.

person Univ.-Prof. Monica Bonvicini
T: +43(1)58816-7300
mail m.bonvicini@akbild.ac.at


person Mag. Johannes Porsch
T: +43(1)58816-7314
mail j.porsch@akbild.ac.at

person Mag. Dipl.-Ing. Marusa Sagadin
mail m.sagadin@akbild.ac.at

person Mag. Stefanie Seibold
karenziert 1.3.2013 - 28.2.2014
mail s.seibold@akbild.ac.at