Ziele und Qualifikationsprofil

(1) Das Doktoratsstudium der Philosophie an der Akademie der bildenden Künste dient der theoretischen Vertiefung und Erforschung von Ansätzen und Problemstellungen, die sich im Zuge einer entweder geistes- bzw. kulturwissenschaftlichen oder künstlerischen Ausbildung herauskristallisieren. An der Akademie der bildenden Künste liegt ein Schwerpunkt auf jenen Fragestellungen aus den Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften, die sich auf die Kunst in einem erweiterten Sinne beziehen. Insofern das Doktoratsstudium der Philosophie gleichermaßen eine künstlerische wie eine wissenschaftliche Auseinandersetzung als qualifizierende Vorbildung ansetzt, werden Formen und Profile der Interdisziplinarität, die innovativen und experimentellen Charakter haben, besonders gefördert. Ziel des Doktoratsstudiums ist einerseits die wissenschaftliche Forschung und andererseits eine in das zeitgenössische Künstlerprofil eingepasste theoretische Qualifikation. Insofern die zeitgenössische künstlerische Praxis als Verschränkung mit theoretischem Wissen angelegt ist, ist die postgraduale Vertiefung in theoretischer Hinsicht ein Desiderat. Das Doktoratsstudium der Philosophie baut daher auf dem Erwerb einschlägiger Fachkenntnisse auf, die die Entwicklung einer eigenständigen Position, durchaus auch im Dialog mit künstlerischer Erfahrung, fördert. Die erreichte Qualifikation besitzt hohe gesellschaftliche Relevanz insofern, als sie die Autonomisierung des Künstlers/der Künstlerin durch Wissen bedeutet. Synergien, die sich aus künstlerischen Wissensformen ergeben könnten, werden durch die postgraduale theoretische Vertiefung durch das Doktoratsstudium der Philosophie in der Begegnung mit angrenzenden Bereichen leichter realisiert. Die Studierenden erwerben Kompetenzen in fächerübergreifender
Recherche und Präsentation, was sie insbesondere für Tätigkeiten im Kunst- und Organisationsbereich, in Reflexion und Vermittlung qualifiziert. Neue Felder von gesellschaftlicher und ökonomischer Relevanz, die die Kooperation von inventiven und kognitiven Strukturen erfordern, sind in herausragender Weise Tätigkeitsbereich der AbsolventInnen. Diskussion und Kommunikation sind daher neben der Forschung zentrale Momente des Doktoratsstudiums. Das Doktoratsstudium der Philosophie legt einen Schwerpunkt auf gemeinsame Seminare, die nicht nur Formen vielfältiger Betreuung zulassen, sondern darüber hinaus die Modelle der Intervision im Doktoratskolleg entwickeln sollen.

(2) Das Studium ist den geistes- und kulturwissenschaftlichen Studien zugeordnet.

Zulassung und Studiendauer  

(1) Zulassungsvoraussetzung ist der Abschluss eines geistes- bzw. kulturwissenschaftlichen oder eines künstlerischen Diplom- oder Masterstudiums bzw. der Abschluss eines Lehramtsstudiums in
einem facheinschlägigen Unterrichtsfach.

(2) Die Zulassung ist ebenfalls auf Grund eines Studienabschlusses an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung möglich, falls dieser dem oben
genannten Diplom- bzw. Masterstudium gleichzuhalten ist.

(3) Die Studiendauer beträgt 6 Semester. Dies entspricht 180 ECTS Punkten.

Konservierung/Restaurierung
 
In der Studienrichtung Konservierung/Restaurierung ist es möglich, sowohl ein Doktoratsstudium der Philosophie (Dr.phil.) als auch der Naturwissenschaften (Dr.rer.nat.) zu inskribieren. Wenn Sie sich für eine dieser beiden Möglichkeiten interessieren, kontaktieren Sie bitte Herrn Univ.Prof. Mag. DI Wolfgang Baatz:  mail w.baatz@akbild.ac.at <w.baatz@akbild.ac.at>