Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst


IWT
© Roland Icking

Das Institut für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst ist Garant für eine fundierte theoretische und praxisorientierte Ausbildung in den Fächern Farben- und Wahrnehmungslehre sowie Materialkunde und Farbenchemie, wobei die zeitgenössischen Materialien und Technologien von zunehmender Bedeutung sind. In der Lehre ist jedoch nicht von rein naturwissenschaftlichen Theoremen oder technischen Modellen auszugehen, sondern von einer Begriffswelt, welche dem Künstler und Kunststudierenden nahe liegt. Auch wird Kunst nicht wie in anderen Instituten nach ästhetischen oder stilistischen Kriterien beurteilt und bearbeitet, sondern es stehen die wissenschaftliche Bearbeitung von Materialien, deren Beschaffenheit, Zusammensetzung und zeitliche Veränderung im Vordergrund.

Zusätzlich zur Vermittlung dieser naturwissenschaftlichen und materialkundlichen Grundlagen werden im Rahmen von Diplom- oder Dissertationsarbeiten Studien- und Forschungsprojekte durchgeführt, welche Fragen nach dem Langzeitverhalten von Werkstoffen (z.B. Lichtechtheit, Korrosionsbeständigkeit, Verträglichkeit verschiedener Materialien untereinander in der modernen und zeitgenössischen Kunst etc.) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildende Kunst oder dem Institut für Konservierung– Restaurierung behandeln. Aus diesen Anforderungen entwickelten sich in den letzten Jahren - einem internationalen Trend folgend - weitere Aufgaben, welche unter den Termini »Science for Art«, »Science in Conservation & Preservation « oder »Science for Cultural Heritage« zusammengefasst werden. Zur Beantwortung dieser umfangreichen Fragestellungen bei der Erforschung und Erhaltung unseres kulturellen Erbes bedarf es neuester Forschungsmethoden und modernster Geräte, welche über Forschungsförderungen (Drittmittel) angeschafft oder am Institut entwickelt und selbst gebaut werden. Diese Einrichtungen stehen sowohl Studierenden an der Akademie als auch WissenschafterInnen anderer Universitäten und Forschungseinrichtungen zur Verfügung und werden auch bei internationalen Forschungsvorhaben und Kooperationen verwendet. Die in den Projekten gewonnenen Erkenntnisse werden bei internationalen Tagungen präsentiert und in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert.