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Künstler_innengespräche | 20.01.2017, 13.00 h - 16.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, Rektorat, M5 und Vizerektorat für Kunst | Forschung, M21

In memoriam Gunter Damisch
ab 14.00 h: Matthias Bernhard, Luz Olivares Capelle, sowohl als auch im Gespräch mit Manisha Jothady

 

Foto: Taha Ghanimi Fard

 

Mit der Alumni-Ausstellungsreihe xposit werden jedes Semester Arbeiten von Absolvent_innen auf Empfehlung von Professor_innen der Akademie in den Rektoraten vorgestellt.

Im Wintersemester 2016/2017 ist xposit zwei sechzehn dem Andenken an den Künstler, Lehrer, Menschen und Freund Gunter Damisch gewidmet.

Fr, 20. Jänner 2017, 13.00–16.00 h
ab 14.00 h, Start Rektorat M5:
Künstler_innengespräche im Rahmen des Rundgangs 2017
Matthias Bernhard, Luz Olivares Capelle, sowohl als auch im Gespräch mit Manisha Jothady, freie Kunstkritikerin, Assistentin im Fachbereich Abstrakte Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien

Eröffnung: Fr, 14. Oktober 2016 / 13.00 h
Treffpunkt: Büro der Rektorin, M 5
Begrüßung: Eva Blimlinger
Einführung in die Ausstellung sowohl als auch: Veronika Dirnhofer (Grafik und druckgrafische Techniken)

Büro der Vizerektorin für Lehre | Nachwuchsförderung, M 5
Begrüßung: Karin Riegler
Einführung in das Werk von Matthias Bernhard

Büro der Vizerektorin für Kunst | Forschung, M 21
Begrüßung: Andrea B. Braidt
Einführung in das Werk von Luz Olivares Capelle
anschließend: Erfrischungen

Öffnungszeiten (M 5 & M 21)
Fr, 14. Oktober 2016, 13.00–15.00 h / Eröffnung

sowie nach Vereinbarung / bitte um Mail an g.holitz@akbild.ac.at.

Künstler_innen

Matthias Bernhard

Geboren 1985 in Kitzbühel. Studium der Bildenden Kunst (Grafik und druckgrafische Techniken) bei Gunter Damisch, Diplom 2012.

In seinen neueren Bildern lotet Matthias Bernhard thematisch die Verschmelzung von Ernsthaftigkeit und Schmalz aus, die der Schnulze zueigen ist, die er jedoch humorvoll und ironisch bricht. In den Bildern erscheinen die vielgestaltigen, über mehrere Schichten hinweg kommunizierenden Formen, die auf der Bildfläche ein buntes Wirrwarr bilden, dynamisiert. Sie brechen teppichartig in die Fläche der Leinwand ein und befinden sich in steter Bewegung von Auflösung und Verwandlung. Prozessorientiert und spielerisch geht Bernhard dabei vor, wenn er das malereispezifische Subjekt-Objekt-Verhältnis ausreizt, durch die Betonung der Materialität und durch eine signifikante Rahmengebung auch keinen Zweifel darüber aufkommen lässt, dass das Bild weniger ein »Quasi-Subjekt« als mehr noch ein Gegenstand ist. (Anja Werkl)

Bernhard Matthias Bernhard, Das Mädchenauge, 2013–2015. Öl, Tusche u. a. Materialien auf Leinwand, 192 x 139 cm.

Luz Olivares Capelle

Geboren in Rufino, Argentinien. Studium im Fach Regie an der E.N.E.R.C. (Escuela Nacional de Experimentación y Realización cinematográfica) in Buenos Aires. Masterstudium an der Filmakademie Wien bei Michael Haneke und Studium der Bildenden Kunst (Grafik und druckgrafische Techniken) bei Gunter Damisch.
luzolivarescapelle.com

Ordnungssysteme umzuordnen, fixe Kategorien zu verwirren, Trennlinien zu verwischen oder einfach Erlerntes zu verlernen ist ein wichtiger Teil der Arbeit von Olivares Capelle. Professioneller Dilettantismus ist die parallel zu Filmprojekten wie Apariciones, El ritual del color, Wald der Echos und Performing me? entstandene experimentelle Produktion. Diese Filme wurden in Papier geboren und auf diesem festgehalten. Die dabei entstandenen Skizzen oder Notationssysteme agieren als Kochbücher, Fotoalben, Tage-, Log- oder Drehbücher, sie fungieren als Kompass für die unbekannte Arbeit und den Weg, den man vor sich hat. Sie portraitieren den Prozess des Sichtbarmachens, des Feshaltens von Unsichtbarem und des Sehens mit geschlossenen Augen. Das "Bildwerden" wird dabei immer wieder auf verschiedene Arten inszeniert oder dekonstruiert. Eine Suche nach dem Moment, in dem die Materie in Illusion bricht.

Olivares Luz Olivares Capelle, Filmstills aus Apariciones, 2013. Handbeschichtete Fotonegative auf Aquarellpapier, je 8 x 10,2 cm.

sowohl als auch

Die Lehre von Gunter Damisch war getragen von ausgeprägter Neugier und wachem Interesse am künstlerischen Tun und Ausdruck, am unbändigen Gestaltungswillen und notwendigen Handlungsbedarf – am sowohl als auch, seinem oft zitierten Lebensmotto. Er nahm sich viel Zeit für die Studierenden, er wollte verstehen, sich austauschen, sein einzigartiges Wissen teilen und beobachten, wie die Dinge und die Menschen wachsen und die Welten sich wandeln.

Genauso vielfältig, ausdrucksstark und eigenständig sind die Künstler_innen und deren Werke in dieser Ausstellung. Vereint sind hier Künstler_innen, die gerade eben diplomiert haben und am Beginn ihrer künsterischen Laufbahn stehen, am Kunstmarkt arrivierte Kolleg_innen, aber auch jene, die sich bewusst gegen diesen Weg entschieden haben. Was wir alle bei Gunter lernen konnten und auch diesen Arbeiten innewohnt ist, dass wir unsere Arbeit und deren Notwendigkeit ernst nehmen, auch wenn man sich manchmal auf verlorenem Posten fühlt.

"Es habe sich immer wieder herausgestellt, dass die verlorenen Posten jene Punkte seien, an denen das für die Menschheit Entscheidende geschehe. Ein Mensch muss unerschütterlich sein in seiner Hoffnung und Menschenliebe, um einen solchen Gedanken zu denken, in dem Glaube an die Kraft der Transformation genauso tief verankert ist wie das unabänderliche Wissen um die Vergänglichkeit aller Dinge." (Marica Bodrozic, Mein weißer Frieden)

Get connected. (Veronika Dirnhofer)

Künstler_innen

Valentin Aigner, Sami Ajouri, Simina Badea, Stephanie Balih, Christian Bazant-Hegemark, Luka Jana B., Matthias Bernhard, Catharina Bond, Ursula Susanne Buchart, Günter Bucher, Luis Casanova Sorolla, Anemona Crisan, Paul DeFlorian, Die 4 Grazien, Iris Dittler, Dalma Dobisz, Daniel Domig, Barbara Eichhorn, Theresa Eipeldauer, David Eisl, Coelestine Engels, Farshido, Lizzy Fidler, Franz the lonely Austrionaut, Georg Frauenschuh, Mark Fridvalszki, Ronald Fritz, Susanna Gartmayer, Laura Gebetsroither, Taha Ghanimi Fard, Michela Ghisetti, Lena Göbel, Bernd Graus, Pirmin Hagen, Philipp Haselwanter, Alexander Hengl, Valentin Hirsch, Lukas Hochrieder, Luisa Kasalicky, Christine Katscher, Taline Kechichian, Kristin Kelich, Narges Khodabakhshi, Markus Kircher, Adrienn Kiss, Mathias Kloser, Darina Kmetova, Sebastian Koch, Ronald Kodritsch, Andrea Konrad, Eric Kressnig, Daniel Leidenfrost, Cindy Leitner, Marko Lulic, Sissi Makovec, Sarah Iris Mang, Anna Mitterer, Jöran C. W. Möller, Johannes Niesel-Reghenzani, Florian Nitsch, Nobuhiko Numazaki, Peter Obermoser Sojer, Nick Oberthaler, Otko, Daniela Palma Caetano Auer, Charlotte Pann, Philip Patkowitsch, Matthias Peyker, Tobias Pils, Andrej Polukord, Mathias Pöschl, Anna Reisenbichler, Natascha Renner, Tina Ribarits, Raphaela Riepl, Judith Rohrmoser, Mariela Schöffmann, Anna Schreger, Anneliese Schrenk, Vinz Schwarzbauer, Fabian Seiz, Martina Steckholzer, Angela Strohberger, Kalina Strzalkowski, theclosing, Simon Vith, Marianne Vlaschits, Peter Wehinger, Christian Weigl, Andreas Werner, Micha Wille, Stephanie Winter, Gerlind Zeilner


Stand: 13.01.2017


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