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Datum | 15.12.2011, 17.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, Universitätsbibliothek (Lesesaal)

Die Universitätsbibliothek der Akademie der bildenden Künste Wien lädt zum Vortrag "Wer erfand das Paradies? Die Früchte der Erde und die Kinder Abrahams. Ein antikes Bildmotiv und seine christliche Interpretation" mit Univ.-Prof. Dr. Andreas Schmidt-Colinet ein.

 

Mosaik aus Beit Jibrin, Palestina, 4. Jh. n. Chr.

 
Bib1   Detail aus dem Kapitell aus Alspach, heute im Museum in Colmar, 12. Jh. n. Chr.  

Der Archäologe und Althistoriker Andreas Schmidt-Colinet thematisiert verwandte Bildtopoi, auf deren Grundlage sich bildliche und schriftliche Bindeglieder zwischen Antike und Mittelalter rekonstruieren lassen. Im Zentrum des Vortrages stehen die Erdmutter Ge und ihre Relevanz für die christliche Ikonografie. Bemerkenswerterweise tritt Ge in Darstellungen des 5. und 6. Jahrhundert in eindeutig christlichem Kontext auf und wird in der abendländischen Buch- und Bildkunst seit dem 10. Jahrhundert für die Darstellung der geretteten Seelen im Schoß der Erzväter beziehungsweise in Abrahams Schoß verwendet. Wie ist die Übernahme des Bildtopos der früchtetragenden Erdmutter in einen christlichen Kontext zu erklären und welchen Einfluss hatte die Tradierung der Antikeauf die Kunst des christlichen Abendlandes? Andreas Schmidt-Colinet schlägt eine ikonografische und inhaltliche Brücke zwischen Antike und Mittelalter.

Im Anschluss bittet Direktorin Univ.-Doz. Dr. Beatrix Bastl zum Buffet.


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