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Deadline for abstracts | 31.12.2018

Die Redaktion von Arbeit-Bewegung-Geschichte. Zeitschrift für historische Studien bereitet ein Schwerpunktheft zum Thema "Klasse und Geschlecht - Frauenbewegungen und soziale Kämpfe um Arbeit" vor; Veröffentlichung des Schwerpunkthefts im September 2019.

Das Schwerpunktheft will anhand der Kategorien „Klasse“ und „Geschlecht“ nach Brüchen, aber auch nach den unter ihnen verschütteten langen Linien und den Überschneidungen fragen. Gesucht werden quellenbasierte Beiträge, die sich dem Verhältnis von Arbeiter- und Frauenbewegungen weltweit widmen. Der Zeitrahmen reicht dabei von den Anfängen der sozialistischen Arbeiter- und Frauenbewegung im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart, aber auch Beiträge zur Geschlechterdynamik frühmoderner sozialer Proteste sind willkommen. Vorausgesetzt wird eine historische Perspektive, die Vorläufer und Kontinuitäten mitdenkt. Transnationale und international vergleichende Arbeiten sind erwünscht, ebenso diachrone Gegenüberstellungen sowie verflechtungsgeschichtliche Untersuchungen.

*Mögliche Themen sind u.a.  Geschlechterdiskurse bzw. Verhandlung von Geschlecht in Theorie und Praxis linker Bewegungen weltweit;  Frauen als Akteurinnen von Sozialprotesten und Klassenformation im 18. und 19. Jahrhundert;  die Trennung von Produktion und Reproduktion und die bürgerliche Eigentumsordnung, sowie die sozialistische Antwort in Form einer „sozialistischen Frauenemanzipationstheorie“ (Richard Evans);  Interventionen in die Rechtsordnung (Wahlrecht, Familienrecht, Arbeitsrecht, Organisationsverbote etc.);  das Verhältnis von Frauen zu linken Parteien, ihren Vorfeldorganisationen und Spaltungen: von Repression über erste Funktionsträgerinnen bis hin zu Debatten um Quotierungen und Doppelspitzen;  das Verhältnis von Frauen zu (Lohn-)Streiks und Gewerkschaften;  Streiks im /care/-Bereich und Frauen(general)streiks, wie 1975 in Island, 1991 in der Schweiz oder 1994 in Deutschland;  Vergeschlechtlichung von Gewalt: das Verhältnis von Frauen zu Militanz, „Propaganda der Tat“ und Pazifismus;  die Entwicklung des Feminismus und die damit verbundene Aufwertung der weiblichen Subjektivität als Protestidentität sowie das Verhältnis von Frauenbewegung und Feminismus;  Periodisierungs- und Abgrenzungsprobleme: biografische, theoretische und organisatorische Brüche sowie Kontinuitäten zwischen den verschiedenen Phasen bzw. Generationen der Frauenbewegungen;  das Verhältnis sozialistischer und proletarischer Frauenbewegungen zu anderen emanzipatorischen Bewegungen, beispielsweise der Antisklavereibewegung.

Bis zum 31. Dezember 2018 sind aussagekräftige Exposés im Umfang von bis zu 2.500 Zeichen einzureichen, aus denen Thematik, Methode und Quellenbasis des geplanten Artikels hervorgehen. Auf Grundlage der Exposés werden gezielt Beiträge angefordert. Die Abgabefrist für die ausgearbeiteten Artikel ist der 31. März 2019. Rezensionen und Dokumentationen zu thematisch passenden Veröffentlichungen sind ebenso willkommen. Alle Beiträge durchlaufen vor der Veröffentlichung ein internes Begutachtungsverfahren(review), erst nach Einreichung und Begutachtung der Endfassung erfolgt die Publikationszusage. Beiträge für Arbeit-Bewegung-Geschichte werden nicht honoriert.

Manuskripte bitte per Email, vorzugsweise als doc-Datei einsenden. Die ausgearbeiteten Beiträge sollen 40.000 Zeichen inkl. Leerzeichen nicht überschreiten.

Details und Hinweise für Autor_innenen siehe: www.arbeiterbewegung-jahrbuch.de/?p=795


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