Akademie der bildenden Künste Wien
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9.10.2021
30.1.2022

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IBK

geleitet von Marina Grzinic, Institut für bildende Kunst

Essen, Migration und Konsum: ein Präventionsprojekt von und für Migrant_innen zur Auseinandersetzung mit hegemonialen Esssitten vor dem Hintergrund aller relevanten politisch-ökonomischen, gesundheitlichen, rassistischen und sexistischen, sozialen und alltagskulturellen Faktoren

Recherchen der letzten Jahre geben Anlass zu der Vermutung, dass es im österreichischen Kontext bisher kaum partizipativ und kooperativ entwickelte Angebote gibt, die sich spezifisch der Thematik jugendliche Migrant_innen und Esstörungen widmen und präventive Möglichkeiten schaffen, in denen die (potentiell) Betroffenen selber ihre Anliegen und Bedürfnisse zum Ausdruck bringen. Ferner fehlt bis heute eine systematische Auswertung bzw. Analyse der wissenschaftlichen Evidenz zum Thema in Österreich - insbesondere wenn es um Migrant_innen-Communities geht.  Das Projekt, welches auch eine Community-Base Participatory Research beinhaltet, verfolgt einen ganzheitlichen und fächerübergreifenden, präventiven Ansatz, der mit Essen, Gesundheit, Ernährungspolitik, Umwelt und Konsum einhergehende Phänomene mit einer transdisziplinären Herangehensweisen beleuchtet.

Ziele des Projekts

  • Beitrag zur Reduktion von ernährungsassoziierten Erkrankungen zur Verbesserung der Gesamtlebensqualität von Migrant_innen durch Entwicklung und Verbesserung der wissenschaftlichen Datenlage und Implementierung einer präventiven Maßnahme/präventiver Maßnahmen.
  • Zusammenführen von vorhandenen Daten zum Thema Essstörungen, Konsumverhalten und Migration in Österreich im Zuge einer Recherche.
  • Generierung von Erkenntnissen über die Betroffenheit von jugendlichen Migrant_innen von Essstörungen im Zuge einer qualitativen Erhebung im Rahmen von Gesprächskreisen.
  • Schaffen von kollektiven Räumen von und für jugendliche Migrant_innen für Reflexion und zur Auseinandersetzung mit individuellen Strategien im Umgang mit Körperbildern, -idealen, Konsum und Ernährungsverhalten, zur Reorganisierung von Begehren, zur Artikulation ihrer Träume, Erwartungen, Ängste und Erfahrungen, zur Entwicklung einer eigenen Ästhetik, zum ermächtigenden Ausprobieren von alternativen Möglichkeiten der Kommunikation und Repräsentation ihrer Anliegen.
  • Entwicklung von innovativen, künstlerischen und nachhaltigen Produkten als Antwort auf die Erfahrungen und Anliegen von jugendlichen Migrant_innen im Zusammenhang mit den Themen Körperideale/Attraktivität, Normierung, soziale und politische Rahmenbedingungen, Ästhetik als Unterdrückung und ihre gesundheitlichen Auswirkungen auf Migrantinnen (insbesondere im Hinblick auf Essen, Ernährung und Konsum).
  • Bearbeitung und Durchführung des gesamten Projekts auf intersektionelle und ganzheitliche Weise.
  • Umsetzung eines interdisziplinären Ansatzes durch die Zusammenarbeit mit Partnern aus den Bereichen Migration/Bildung/Beratung: Verein maiz-autonomes Zentrum von und für Migrantinnen; Verein SOMM-Selbstorganisation muslimischer Frauen; Forschung: Kunstuniversität Linz; Akademie der bildenden Künste Wien (Post Conceptual Art Practices study program), Institut für Geschlechterforschung/Johannes Keppler Universität/Linz; Medien: dorfTV und radioFRO; Politik: Stadträtin für Frauen, Umwelt und Bildung; Schule: Neue Musikmittelschule- Traun und Gesundheit: Kinder- und Jugendpsychiatrie - Linz sowie Linzer Frauengesundheitszentrum.

Zielgruppen

Die Zielgruppe sind junge Migrant_innen aus Linz und Umgebung, die in Bidungsprozesse innerhalb maiz involviert sind (z.B. Vorbereitungskurse für den externen Pflichtschulabschluss, Deutsch-Kurse für Frauen, Vorqualifizierungslehrgang für Gesundheits- und Pflegeberufe (PreQual), oder die in zusätzlich angebotene Projekte von maiz,  z.B. In Mädchenprojekte, involviert sind), mit den Partnerorganisationen und ihren Bildungs- und Beratungsangebote in Kontakt stehen (Schulen, NGOs, Gesundheitszentren...), oder über mobile Beratung (Streetwork) und öffentliche Interventionen erreicht werden. Das Setting besteht somit aus: Schule, öffentlicher Raum und Beratungseinrichtungen.


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