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Projektstart | 01.07.2019

FWF | PEEK-Projekt
geleitet von Nikolaus Wahl, Gemäldegalerie

 

Dust and Data © Irina Koerdt

 

Dust and Data erforscht die Rolle der Kurator_innen im Zeitalter der Artificial Intelligence (AI), einem Zeitalter in dem Computer nicht nur die Bedeutung von Kunstwerken verstehen lernen, sondern auch selbst kreativ werden. Digitale Kopien bestehender Kunstwerke sind bereits Standard. Die Fähigkeit von Computern diese Kopien auch zu verstehen, zu analysieren, zu katalogisieren und tausende Arbeiten in sinnhafte Zusammenhänge zu sortieren, ist noch in die kuratorische Arbeit zu integrieren.

Kurator_innen begegnen dem Digitalen auf vielfachen Ebenen: Die Inhalte sind vielfach digital geworden und machen aus dem Kuratieren an sich eine weitgehend digitale Disziplin. Museale Sammlungen sind durch ihre digitale Erschließung viel zugänglicher, gleichzeitig müssen Kurator_innen mit einer Flut von Inhalten inner- und außerhalb der eigenen Sammlungen umgehen. Auch die Kommunikation mit dem vernetzten Publikum wird weitestgehend zu einem in sich selbst digitalen Unterfangen.

Dust and Data will mit den Mitteln der AI unter anderem die Glyptothek der Akademie der bildende Künste Wien wiederentdecken. AI bildet hier die Grundlage eines interdisziplinären Unternehmens von Kurator_innen, AI-Expert_innen und Ausstellungsgestalter_innen. Sie alle stellen Fragen nach einer Zukunft, in der aus klassischer Skulptur programmierter Code wird und aus dem Code physisch erlebbare Kunstwerke.

Dust and Data sucht nach kuratorischen, architektonischen und digitalen Pfaden durch museale Sammlungen, immer unter der Prämisse, den Ergebnissen wieder eine physische Form zu geben. Die Forschung basiert auf einer praxisorientierten Workshop-Situation und einem wissenschaftlich-künstlerischen Diskurs als Grundlage für einen verschränkten Entwicklungs- und Schaffensprozess, der Vorlagen für neue kuratorische und architektonische Zugänge schafft.

Die Möglichkeiten von AI könnten das Kuratieren insgesamt verändern. Genuin neue AI-basierte Fragestellungen, ebenso wie die ungeheure Menge potenzieller und tatsächlicher Objekte, haben das Potenzial das Kuratieren von Grund auf zu verändern und der Ausstellungsarchitektur eine neue Rolle als Übersetzerin zwischen dem Digitalen und dem Physischen zuzuweisen.


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