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IKL
Projektstart | 01.03.2020

FWF | PEEK-Projekt
geleitet von Stefanie Wuschitz, Institut für das künstlerische Lehramt

Feministisches Hacken als emanzipatorische Strategie und Methode in Kunst, Wissenschaft und Technologie.

Das Projekt widmet sich der Tatsache, dass Frauen* und non-binäre Künstler_innen im gesamten Medienkunstbereich unterrepräsentiert sind. Es besteht die Tendenz als Künstler_in unsichtbar zu bleiben. Ihre männlichen Kollegen erhalten bei Weitem mehr Aufmerksamkeit. Das Projekt schlägt vor, durch feministisches Hacken und feministische Hardware Medien zu schaffen, die vielfältigere künstlerische Ausdrucksweisen zulassen. Für unsere Arbeit verfolgen wir einen intersektionalen Ansatz, nehmen daher Rücksicht auf die Auswirkungen ineinander verwobener Diskriminierungsmuster. Feministisches Hacken wird dabei zu unserer künstlerischen Forschungsmethode. Durch sie entwickeln wir Werkzeuge, mit denen Künstler_innen die von ihnen benötigten Geräte herstellen können.

In der Endphase unseres Projekts nähern wir uns der Frage an, was feministische Hardware sein kann? Wir beobachten, wie feministisches Hacken die künstlerische Praxis beeinflusst und ob feministisches Hacken dabei helfen kann, eine Vision und ein Konzept für unterschiedliche künstlerische Formate zu erstellen und deren Umsetzung erleichtert. Dafür möchten wir eine kollaborative Umgebung schaffen, in der interdisziplinäre Zusammenarbeit leicht fällt und sich ungewöhnliche Konstellationen herauskristallisieren. Wir, das ist eine Gruppe von Künstler_innen/Forscher_innen, die in die Produktionsprozesse von Hardware eingreifen, in dem sie sich mit Hardwarehersteller_innen zusammentun, die auf ethisch hergestellte Elektronikteile spezialisiert sind. Diese auf offene und ethische Hardware spezialisierten Hersteller_innen werden uns den geeigneten Raum für die von uns geplante Produktion geben.

In der ersten Phase bauen wir spezielle Werkzeuge für Medienkunstprojekte. Werkzeuge, die ausschließlich aus fair produzierter Hardware bestehen und offen für zukünftige Veränderungen und Modifikationen sind (lizensiert als Open Hardware). In der zweiten Phase können Künstler_innen die frisch entwickelten Werkzeuge in Artist Residencies bei unserer Projekt Partnerin Mz* Baltazar’s Laboratory testen. Die mit unseren Werkzeugen hergestellten Medienkunstprojekte präsentieren wir in einer Zwischenpräsentation bei unserer Projekt Partnerin ESC medien kunst labor. Wir erhoffen uns von der Zwischenpräsentation konstruktives Feedback, das in die nächste Phase einfließen kann, in der wir eine Workshopserie zur Entwicklung und Anwendung feministischer Hardware starten. Zu guter Letzt, werden wir unseren gesamten Forschungsprozess ausgiebig dokumentiert veröffentlichen. In einer Ausstellung über die Zusammenarbeit mit ethischen Hardwarehersteller_innen soll der Prozess und vor allem die Qualitäten feministischer Hardware für die Öffentlichkeit nachvollziehbar gemacht werden.


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