Akademie der bildenden Künste Wien

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IBK
Projektstart | 01.05.2021

FWF | PEEK-Projekt
geleitet von Marina Gržinić, Institut für bildende Kunst

"Konvivialität als Potentialität: Von Amnesie und Pandemie zu konvivialer Epistemologie" schlägt einen neuen Fokus auf Konvivialität vor und hebt die Pandemie als Hindernis für konviviales Leben hervor. Das 21. Jahrhundert kann als ein pandemisches beschrieben werden, in dem Konvivialität vom globalen Narrativ der Pandemie und der sozialen Ordnung der Distanz, Ansteckung und Isolation betroffen ist. Diese Rekonfiguration der räumlichen und zeitlichen Dimensionen wird nicht nur Auswirkungen darauf haben, wie wir Erinnerung und Geschichte (re)konstruieren, sondern auch auf die zukünftige Konvivialität als solche.

Das Ziel dieses Projekts ist es, sich auf Prozesse der Ko-Kreation mit Künstler_innen einzulassen, um das zu etablieren und zu teilen, was "konviviale Epistemologien" genannt wird. Um konviviale Praktiken des Zusammenlebens zu erreichen, ist es notwendig, einen neuen gemeinsamen epistemologischen Boden zu finden.

Die Frage nach der Konvivialität als Potentialität wird im Zusammenhang mit jeweils topikalen Problematiken in Südafrika, Australien, Libanon und Österreich erforscht: Dekoloniale Praktiken von LGBT*QIA+-Communities für neue Gesellschaftsformationen im Post-Apartheid-Regime in Südafrika; Flüchtlings- und Native-Community-Aktivismus gegen nationalistischen Isolationismus und weiße Machtregime im Kontext der gewaltsamen Wiederkehr von Kolonialität in Australien; die Aufwertung von Gemeinschaft durch Bilder und Taxonomien des Materialen in einem öffentlichen Bildarchivraum, im Schatten des Krieges im Libanon; und die Konzeptualisierung konvivialer Epistemologien im Austausch mit Grassroot-Kollektiven und Kunststudent_innen, migrantischen Organisationen und LGBT*QIA+-Communities im Kontext des Anti-Migrations- und Anti-Flüchtlings-Regimes in Österreich.

Mit lokalen und internationalen Partner_innen versucht dieses Projekt, gemeinsam eine neue Definition und Praxis von Konvivialität als positiver, affirmativer Handlung als ein Tun in Form des Veränderns zu entwickeln.


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