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Datum | 29.04.2015, 18.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, Sitzungssaal

Vortrag von Juliane Rebentisch, Professorin für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main, im Rahmen des Internationalen Spring Symposiums 2015 | Akademie, khm und Kunstuni Linz

  Juliane Rebentisch © Fotostudio Charlottenburg/Thomas Hedrich  

Ein Dilettant ist jemand, der eine Tätigkeit nicht berufsmäßig, sondern aus Liebhaberei ausübt; es handelt sich also um einen Amateur oder Laien, dessen Verhältnis zum Gegenstand freilich immer auch unter dem Verdacht des Oberflächlichen, Sachunkundigen, wenn nicht der Pfuscherei steht. Heute scheint der Dilettant zwar eine nach wie vor höchst ambivalente, dafür aber omnipräsente Figur geworden zu sein. Die Grenzen zwischen dem Professionellen und dem Laien verwischen sich zunehmend - dies gilt im besonderen Maße, wie es scheint, im Blick auf die entgrenzte Kunst der Gegenwart. Erübrigt sich durch diese Situation der Begriff des Dilettantismus? Wenn alle Dilettanten geworden wären, gäbe es keine mehr. Dies ist jedoch, wie zu vermuten steht, eine übereilte Diagnose. Zu fragen ist stattdessen nach einer kunsttheoretischen Neubestimmung der Figur des Dilettanten.

Juliane Rebentisch ist Professorin für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main, wo sie seit 2014 auch als Vizepräsidentin tätig ist. Sie ist außerdem Mitglied des Kollegiums am Frankfurter Institut für Sozialforschung und amtierende Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik (2015-2018). Arbeitsschwerpunkte: Ästhetik, Ethik, politische Philosophie. Bücher u.a.: Ästhetik der Installation (Suhrkamp 2003)/Aesthetics of Installation Art (Sternberg 2012); Kreation und Depression. Freiheit im gegenwärtigen Kapitalismus (hg. mit Ch. Menke, Kadmos 2010); Die Kunst der Freiheit. Zur Dialektik demokratischer Existenz (Suhrkamp 2012); Theorien der Gegenwartskunst zur Einführung (Junius 2013).

Der Vortrag findet im im Rahmen des Internationalen Spring Symposiums 2015 | Akademie, khm and Kunstuni Linz meet statt.

International Spring Symposium 2015 | Akademie, khm und Kunstuni Linz meet
29. und 30. April 2015 I Doktoratszentrum, Akademie der bildenden Künste Wien (nicht öffentlich)

Das International Spring Symposium der Akademie der bildenden Künste Wien findet im Sommersemester 2015 zum zweiten Mal statt und hat sich zum Ziel gesetzt, Räume für inhaltlichen Austausch mit Kolleg_innen an thematisch nahe stehenden Universitäten zu eröffnen. Promovierende verschiedener Kunstuniversitäten sollen die Möglichkeit bekommen, einander ihre Promotionsprojekte vorzustellen und Fragen, die im Prozess des Dissertations-Schreibens auftauchen, über die Grenzen der je eigenen Dissertant_innen-Seminare und Universitäten hinweg zu diskutieren. Das International Spring Symposium hat den Charakter eines Workshops, bei dem es mehr um den inhaltlichen Austausch und das gemeinsame Bearbeiten von inhaltlichen, text-organisatorischen, methodischen etc. Fragen geht als darum, Endergebnisse zu präsentieren oder gar zu verteidigen.

Das International Spring Symposium 2015 - Akademie, khm und Kunstuni Linz meet basiert auf einer gemeinsamen Initiative von Doktoratsbetreuer_innen der Akademie der bildenden Künste Wien, der Kunsthochschule für Medien Köln sowie der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz und findet am 29. und 30. April 2015 an der Akademie der bildenden Künste Wien statt.


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