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Datum | 30.08.2016, 14.00 h
Ort | Congress Centre, Elisabeth-Herz-Kremenak-Saal, 6236 Alpbach, Austria

Opening of the Economic Symposium, The Economy in Search of a New Enlightenment at European Forum Alpbach 2016.

Ruth Anderwald + Leonhard Grond, artists
Karoline Feyertag, philosopher
Claus J. Raidl, President, OeNB – Oesterreichische Nationalbank

 

… working on the sondtrack of Dizziness Is My Name © Anderwald Grond

 

Ruth Anderwald + Leonhard Grond arbeiten im Bereich kunstlerische Forschung, Experimentalfilm, Istallation und Kunst im offentlichem Raum. Mit ihrem in Wien situierten Team erforschen sie im Projekt Dizziness–A Resource (Der Taumel - eine Ressource) an der Akademie der bildenden Kunste Wien die Potentiale des Taumelns im Bezug auf Innovations- und Transformationsprozesse. Der Taumel ist der Zustand des Dazwischen, wo Sicherheit und Unsicherheit in Superposition stehen, wo das, was bisher Orientierung und Sicherheit gegeben hat, seine Bedeutung verliert. Im Ungewissen mussen neue Fahigkeiten erlernt werden, die das Navigieren wieder ermoglichen. Welche Handlungsoptionen bieten sich, bewegt man sich schwankend in einem System, das schwankt? Was bedeutet es hier, einen Schritt zu setzen, einen Gedanken zu fassen, eine Idee zu wagen?

Dizziness A Resource unterstreicht die immanente, produktive Kraft von Unsicherheit, als Modus, in dem eine aktive, kreative Imagination entstehen kann. Durch Zonen der Unsicherheit, des Taumelns, des Zweifelns werden Differenzfahigkeit und Innovationsbereitschaft erworben, gestarkt und neue (visuelle) Möglichkeiten geschaffen.

Für das Europäische Forum Alpbach 2016 erarbeitet das Künstlerduo Ruth Anderwald und Leonhard Grond unter dem Titel Der schwankende Horizont Perspektiven auf die Neue Aufklärung.

Der aufklärerischen Metapher des Lichts folgend installiert, das Künstlerduo an der Glasfassade des Kongresszentrums eine speziell für den Ort entworfene InSitu Arbeit. Das Licht als Metapher für die Überwindung von Ignoranz und in diesem Sinne die Erleuchtung des Denkens kann wie ein fortschreitender, unbegrenzter Transformationsprozess vorgestellt werden, der keine natürlichen Schranken wie die von Tag und Nacht oder von Helligkeit und Dunkelheit beachten muss. Der Verstand kann dann aufgeklärt werden, wenn Unwissenheit vorausgesetzt wird, und das ist immer möglich. Die dazu affichierten Fotografien nehmen Bezug auf den griechischen Atlas, sind aber inspiriert von einem Essay des Neurowissenschafters Israel Rosenfield. Dieser spekuliert über die Entwicklung des Gehirns, die mit der Entwicklung von der wurzelnden Pflanze hin zum beweglichen Lebewesen stattfindet. In diesem Zusammenhang kann das Gehirn als Wurzel verstanden werden, das die sich ständig ändernden Eindrücke vergleicht und bewertet, und somit aus der Fülle von Stimuli Korrelationen und Kontigenz formt.

Die Installation, die Anderwald + Grond mit dem Grafikdesigner Christian Hoffelner entwickeln, entspringt einer filmischen Denkweise. Hier wird die Sonne zum Projektor. Je nach Sonneneinfall ändert sich das Schattenspiel, das durch die semitransparenten Fotografien in den Innenraum fällt, und man kann anhand der wechselnden Schatten der Fortschritt der Erdrotation und somit der Zeit erkennen.

Weiters entwickeln Anderwald + Grond, mit der Philosophin Karoline Feyertag, aus den Erkenntnissen des künstlerischen Forschungsprojekt heraus den Film Dizziness. Eine speziell für den neuen Vortragssaal in Alpbach erarbeitete Version wird zur Eröffnung der Wirtschaftsgespräche gezeigt werden.

http://on-dizziness.org
http://on-dizziness.com/break_out/
http://on-dizziness.com/opening/
http://on-dizziness.com/horizon_in_motion/

http://science.orf.at/stories/2788273/


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