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]a[ Gemäldegalerie
Eröffnung | 05.09.2019, 19.00 h
Ausstellungsdauer | 06.09.2019 - 01.12.2019
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Gemäldegalerie zu Gast im Theatermuseum, Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien

Im Rahmen der Ausstellungsreihe Korrespondenzen.

Begrüßung
Eva Blimlinger | Rektorin der Akademie der bildenden Künste Wien

Einführung in die Ausstellung
Julia M. Nauhaus | Direktorin von Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett und Glyptothek der Akademie der bildenden Künste Wien

Der Künstler ist anwesend.

Musikalische Umrahmung
Der Pianist Pawel Markowicz spielt Kompositionen von Philip Glass und Frédéric Chopin.

Im Anschluss laden wir Sie zu einem Umtrunk ein.
Bitte beachten Sie, dass der Eroica-Saal nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen aufweist

 

We Work in Shadows, 2017, Öl auf Leinwand, Privatsammlung/Sperone Westwater Gallery, New York
© Ali Banisadr und Sperone Westwater Gallery, New York, Foto: Jeffrey Sturges

 

Das Herzstück der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ist der dreiteilige Altar mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts von Hieronymus Bosch (um 1450/55–1516). In der Ausstellungsreihe Korrespondenzen werden Verbindungen zwischen diesem und Werken anderer Künstler_innen hergestellt. In der Gegenüberstellung mit unterschiedlichsten künstlerischen Arbeiten können die Besucher_innen immer wieder neue Facetten von Boschs 500 Jahre altem Meisterwerk entdecken.

Ali Banisadr (geb. 1976 in Teheran/Iran) übersiedelte als Kind mit seiner Familie in die USA. Im Jahr 2000 begann er sein Studium an der School of Visual Arts in New York, in der Stadt, in der er bis heute lebt und arbeitet. Seine komplexen und großformatigen Gemälde bewegen sich zwischen Figuration und abstraktem Expressionismus, und der Künstler lässt sich von Alten Meistern wie Bosch und Bruegel ebenso inspirieren wie von Max Beckmann oder Wassily Kandinsky. Banisadrs dynamischer Pinselstrich und die Vielfalt von Formen und Figuren, die er malt schaffen Kompositionen, die oft das Chaos der Welt widerspiegeln.

Klang und Musik sind ein integraler Teil seiner Arbeit, sie beeinflussen die Art und Weise seiner Arbeit. Banisadr hat ein ausgeprägtes synästhetisches Vermögen (ein Sinn beeinflusst den anderen, das Sehen den Klang und umgekehrt). Während seiner Arbeit hört er einen inneren Klang, der ihn durch die Komposition seiner Bilder führt. Seine Werke wurden oft mit denen von Bosch verglichen, und es ist seine Erschaffung von Welten innerhalb von Welten, die man von einer Mikro- zu einer Makroperspektive erleben kann. Banisadr sieht sie als Verbindungslinien zwischen seinen Arbeiten und denen Boschs. „Hieronymus Bosch erschafft diese Welten alle aus seiner Imagination, er beschäftigt sich mit unbekannten Orten der Psyche, das ist etwas, das mich ebenfalls in meiner Arbeit interessiert.“

Die Ausstellung zeigt neue und neueste Werke von Banisadr und ist die erste museale Präsentation von Arbeiten des Künstlers in Österreich.


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