Akademie der bildenden Künste Wien
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Thicket of Times
9.10.2021
30.1.2022

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IBK
Datum | 23.06.2021 - 30.06.2021
Ort | Fluc, Praterstern 5, A-1020 Vienna

Koordiniert von Ursula Maria Probst (Projektorientierte Studien). Eine Kooperation mit dem fluc www.fluc.at
Täglich von 17 – 19 Uhr

 

Mit: Alua Sugralimova, Andrea Mair, Angeliki Tsoukala, Carmen Kalata, David John Bärthel, Eva Leroi, Francesca Romana Audretsch, Gloria Katrin Bergner, Johannes Fischer, Lisa Lotti Brockmann, Loora Kaubi, Mael Blau, Manuela Picallo Gil, Michael Dietrich, Tabea Lara Skin Briggs

Es ist die Performativität der von Erving Goffman beschriebenen Interaktionsrituale, die unsere gemeinsame Welt zur Erscheinung bringen. Laut der Stadtsoziologin Jane Jacobs wirken die meisten unserer täglichen Kontakte trivial, sind aber in ihrer Summe alles andere. Sie bilden den Boden unseres gemeinsamen Lebens, dessen wir uns jeden Tag, wenn wir nur vor die Tür gehen, vergewissern. Das Erlebnis des Raumes braucht den Gegensatz zur Erfahrung des Ortes. In den Raum brechen wir auf, an den Ort kehren wir zurück. „From space to place“, heißt es, sei die Formel für das Leben nach dem Neoliberalismus. Die globalen Nomaden verlassen die urbanen Module, um wieder den Zusammenhang von Bauen, Wohnen, Denken und Kunst zu erfahren.

Alua Sugralimova, "Ode to Prater people", Soundinstallation, 2021

Small daily human activities like cooking for our loved ones, walking on the streets, listening to rain, cleaning our homes, chatting and laughing with friends at a cafe, composed in a rhythmic manner in this found sound audio work that absorbs  surroundings of the neighborhood, to remind that such habitual things make up our lives.

Francesca Romana Audretsch, Mael Blau, Lisa Lotti Brockmann, Loora Kaubi, TEAM CHER – a maritime excursion in the deep sea of sensitivity, 8 min Cheerleading performance @ Fluc Marina, 23.06.2021, 17.30 Uhr

What am I supposed to do?
Sit around and wait for you?
Well, I can't do that
Are we human
Or are we dancer?
They sign is vital
They hands are cold
And I quit crying
Long enough
Now I'm strong enough
To know

David John Bärthel, ART PUBLIC  –  Spiel -/+ Raum, 2021, Urbane Intervention

"Ich suche immer wieder die Konfrontation mit verlassenen, unbeachteten, oder zerfallenen Orten, die in einem klaren Kontrast zur menschlichen Neuschöpfung, auf die Wiederbelebung warten. Die Natur bemächtigt sich diesen Räumen, welche sich über die auferlegte Stagnation und dem Desinteresse der Konsumenten erhebt und den Ort zu einer Einheit menschlicher Konstruktion und natürlicher Willkür werden lässt. Während meiner Raumbegehungen entstehen häufig situative Skulpturen und räumliche Annexionen, welche wiederum in meinen bildnerischen Werken thematisiert werden. Mit dem Konzept 'Spiel-/+Raum' möchte ich anhand einer Kreidemalerei, die die Silhouette des Flucs im Verlauf eines Tages festhalten soll, verdeutlichen wie sich der Raum, ohne unser direktes Einwirken, verändert."

Eva Leroi, THE STREET AS A CO-WORKING SPACE, poster, 2021

The protest: is not just a warning message, it is also the lever towards collective awareness. In this project I try at the same time to create a collective dialogue in the urban space and make it visible. Visual communication is major influence in our society and with this project I am trying make this information an experience and an exchange of ideas. How do people view the protest? Like a mouvement against the tide? Or how an essential need has our democartie? The meaning I want to convey with this project is the collective reflection that give it shape.

Manuela Picallo Gil, GRATIS KOMMT UNS TEUER, 2021, Billboard

„Gratis kommt uns teuer“ konfrontiert seine Betrachter_innen und Leser_innen der Gratiszeitungen Heute und oe24. Das Billboard kritisiert mit Bild und Text die breite Zustimmung und Akzeptanz dieser Form von Berichterstattungen und möchten einen Diskurs, jedoch vor allem ein kollektives Handeln seitens der Bevölkerung anstoßen. Denn wenn Medien unsere Gesellschaft widerspiegeln, sollten wir uns fragen, ob wir in solch einer Gesellschaft leben wollen, in der Xenophobie und Sexismus Teil des Alltags sind.

Michael Dietrich, The Vienna Project, 2021, Plakat

"The Vienna Project" ist eine Analyse der modernen Entfremdung, zur Erklärung der Quellen der Massenkultur, sowie des postmodernen Zuschauerblicks. 

Eine Wanderung durch die Stadt, welche die Entwicklung der modernen Gesellschaft nachzeichnet, in der das authentische soziale Leben durch seine Repräsentation ersetzt wurde. Eine Kritik der zeitgenössischen Konsumkultur, des Kapitalismus, die Themen wie historische Ereignisse, Massenmedien und eine Warnung zur Klimakatastrophe anspricht.

Andrea Mair, Reflection, 2021, Poster

Das Projekt, das speziell für den Praterstern konzipiert wurde soll die Atmosphäre und vielfältigen Stimmungen die am Praterstern herrschen spiegeln, und diese auf den Patz zurückwerfen. Die Collage ist aus verschieden Zeitungen und Zeitschriften zusammengesetzt die ich über mehrere Wochen aus Papiermüllkontainern gesammelt habe, so entsteht auch das Spannungsfeld, dass die ehemaligen Besitzer des Mülls diesem als Kunst wiederbegegnen.

Angeliki Tsoukala, March 2020 in Athens, Greece, 2021, Video

The Coronavirus has already hit the world. Everybody but especially older people have to be extremely careful and try to go out only for their most essential needs. The two videos – Story I & Story II – show the very restricted every day routine of a couple of older aged people. Story I is about the life of the woman who is mainly at the house during the quarantine, cooking and cleaning. Story II, is about the man who goes out, in order to do the shopping or to take care of the flowers at the garden. This quarantine situation makes time to seem endless and things are repeating again and again almost the same in the life of this couple.

Zu den Teilnemer*innen/About the participants:

Alua Sugralimova is a visual artist who is concerned with meaning.

Mael, loves to daydream & feels home the most under water. They are fragile while collecting stars.

Lotti, enthusiastic. She cries not only for herself but also for others, feels exhausted after 3 minutes in the city centre and she can't stop greeting every dog in the street.

Loora is easily overwhelmed. She is feeling all the feelings at once and enjoys the daily rides on the emotional rollercoaster.

Francesca is thoughtful and kindhearted to human and non-human species. She finds herself on of a journey of joyful militancy. Her aim is a better visibility of vulnerabilities through a collective memory of feelings and emotions that does not forget and endures, enabling the senuous life, suturing the past with the future. 

David John Bärthel, Studio Expanded Pictorial Space, Daniel Richter

Manuela Picallo Gil lebt und arbeitet in Wien. Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien. Thematisch bewegen sich ihre Arbeiten vorwiegend im Feld der Geschlechterdiversität, -identität sowie der Sexualität, welches Parallelen zum zweiten Schwerpunkt aufweist: soziale Marginalisierung durch Medien, wodurch Bild und Sprache zur Ausgrenzung instrumentalisiert werden.

Michael Dietrich (*1985) ist bildender Künstler und lebt in Wien.Sein künstlerischer Blick richtet sich auf das Verhältnis von Gesellschaft und Raum, insbesondere auf die Eingriffe in Natur und Umwelt.

Andrea Mair wurde 1998 in Meran geboren, nach dem erfolgreichen Abschluss des Kunstgymnasiums Walther von der Vogelweide in Bozen studiert sie derzeit Malerei in Venedig an der Accademia di belle Arti. Seit dem Sommersemester 2021 befindet sie sich im Erasmusprogramm in Wien an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Angeliki Tsoukala was born in Athens in 1992. From September 2020 until now se lives in Vienna and studies in the Academy of Fine Arts Vienna, Studio for Abstract Painting, with a scholarship. She also studies Painting in Athens School of Fine Arts (2018-until now). From 2010 until 2015 she studied Statistics in Athens School of Economics and Business.


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