Akademie der bildenden Künste Wien
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9.10.2021
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IKR
Eröffnung der Ausstellung | 14.10.2021
Ausstellungsdauer | 14.10.2021 - 28.02.2022
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Augasse 2–6, 1090 Wien, Foyer, 0.2.3

Ausgehend von aktuellen Restaurierungsprojekten im Fachbereich Konservierung-Restaurierung moderner und zeitgenössischer Kunst erarbeiten die Studierenden eine fortlaufende Ausstellung, die sich mit Arbeiten verschiedener Künstler_innen auseinandersetzt, die mit neuen Materialien, u.a. Kunststoffen arbeiten, darunter Kiki Kogelnik, Birgit Jürgensen, Mária Bartuszová, Renate Bertlmann, Dorothée Golz.

Der Beginn des fortlaufenden Ausstellungskonzeptes ist am 14.10.21 und jeweils am Donnerstag von 15:00 -18:00 geöffnet.

 

Kiki Kogelnik, Chandelier Hanging, c. 1970
Acrylic hanger with sheet vinyl
79.1 x 46.2 x 46.5 cm (31 1/8 x 18 1/8 x 18 1/4 inches)
K70.1037, © Kiki Kogelnik Foundation

 

Im Rahmen von Restaurierungs- und Forschungsprojekten wurden Herstellungstechniken rekonstruiert, Materialanalysen erstellt, Probekörper und Mock Ups hergestellt und Kopien angefertigt um Konzepte für langfristige Erhaltungsstrategien zu entwickeln. Die Arbeitsprozesse werden in einer fortlaufenden Ausstellung gezeigt, die immer wieder an aktuelle Projekte angepasst wird.

Die Konzeption für dieses Projekt entwickelte sich aus einem Workshop mit Charlotte Matter mit dem Titel: Material und Gender: Feministische Auseinandersetzungen mit Kunststoff in der Kunst am IKR.

Charlotte Matter: „In den 1960er und 1970er Jahren verwendeten immer mehr Künstler*innen unkonventionelle Materialien, die ausserkünstlerischen Bereichen entstammten und tradierte Wertehierarchien durcheinanderbrachten. Vielfach kamen etwa Materialien des Alltags zum Einsatz: „arme“ und wiederverwertete Substanzen ebenso wie neue, industrielle Werkstoffe. Der patriarchalische Diskurs dieser Zeit, aber auch die nachfolgende Kunstgeschichtsschreibung schrieben letztere fast immer dem männlichen Künstler zu – so wie auch „der Arbeiter“ im Zuge der sozialen Bewegungen dieser Zeit fast ausschließlich als maskulin konstruiert wurde. Dabei wurde oft vernachlässigt, dass zahlreiche Künstlerinnen* mit Materialien wie Kunststoff, Neonröhren und Aluminium arbeiteten. In einem Blockseminar am Institut für Konservierung-Restaurierung im Fachbereich moderne und zeitgenössische Kunst untersuchte eine Seminargruppe die Frage, inwiefern Ausstellungen und die damalige Kunstkritik einen genderspezifischen Diskurs von Materialität konstruierten, der unsere Wahrnehmung nach wie vor prägt.“

Wir diskutierten im Workshop, inwiefern diese neuen Materialien auch mit neuen Inhalten befüllt werden konnten und damit neue Möglichkeiten für weibliche und/oder feministische Positionen boten.

Charlotte Matter ist Assistentin am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich und koordiniert das Masterprogramm Kunstgeschichte im globalen Kontext. Ihre Dissertation thematisiert Kunststoff als Material in der Kunst der 60er und 70er Jahren.


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