Akademie der bildenden Künste Wien
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Datum | 25.05.2011, 13.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien, M20

Vortrag im Rahmen des Seminars von Christian Kravagna und Ruth Sonderegger: „Analyse und Kritik des Globalisierungsdiskurses im Kunstfeld" organisiert vom Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften.

Die derzeitigen Unterfangen von World Art Studies legen nahe, nach den Vorläufern einer derart umfassenden Kunstgeschichtsschreibung zu fragen. Fündig wird man um 1900, zu Zeiten des Kolonialismus, als sich eine erste Weltkunstgeschichte formierte; nicht dem Begriff nach, aber im Anspruch auf Universalität, mitgetragen von der Wiener Schule, etwa Alois Riegl.

Damals wie heute war und ist dieser Anspruch kaum positivistisch zu erfüllen - etwa als Überblick über die "Kunst aller Völker und Zeiten," wie es noch in einem Kompendium aus dem 19. Jahrhundert heißt. Wie aber sonst stellt man sich die Erzählbarkeit einer solchen Geschichte vor? Wie selektiv geht diese vor? Auf welchen (universellen) Prinzipien basiert sie? Und sind diese angeblichen Vorläufer tatsächlich solche zu nennen? Sind die Fragen der damaligen Kunstgeschichtsschreibung überhaupt mit den heutigen vergleichbar, nachdem Postcolonial Studies seit über 30 Jahren verbreitet sind?

Susanne Leeb ist Kunsthistorikerin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich "Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste" an der Freien Universität Berlin mit einem Projekt zu Abstraktion und Modernekritik in der zeitgenössischen Kunst. In diesem Zusammenhang erscheint im Sommer 2011 ein Sammelband über "Die Materialität der Diagramme in der Kunst des 20. bis 21. Jahrhunderts." Sie hat 2007 in Frankfurt an der Oder über "Die anthropologische Konfiguration in Kunstgeschichte und Kunsttheorie von 1850-1950" promoviert. Sie ist Mitherausgeberin (mit Sabeth Buchmann, Helmut Draxler und Clemens Krümmel) der Buchreihe Polypen bei b_books Berlin.


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