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IKW
Datum | 13.11.2018, 13.30 h - 16.30 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Augasse 2–6, 1090 Wien, H 4.39

Vortrag von Mag.a Katharina Payk. Die Veranstaltung besteht aus einem Vortrag mit Diskussion und einem interaktiven Workshop-Teil.

Bibel und Queer – zwei vermeintliche Gegensätze, die auf den ersten Blick einander auszuschließen scheinen, schließlich haben (christlich-)religiöse Diskurse, die sich rigoristisch auf die Bibel beziehen etwa zu Homofeindlichkeit geführt und ein naturalistisches Geschlechterverständnis zementiert.

Glaube und (christliche) Religion reglementieren einerseits nach wie vor das Nachdenken über und das Erleben von Begehren und Beziehung. Andererseits halten sie Ressourcen bereit – persönliche und politische. Es lohnt daher ein Blick auf Strömungen innerhalb der Theologie, die die Befreiung aus unterdrückerischen Mustern anstreben oder den Versuch der Dekonstruktion wagen.

Die Queer-Theologie etwa hat längst das kreative Potenzial in christlichen Topoi und biblischen Bildern entdeckt: „Religion is a queer thing“ ist hier beispielsweise eine Maxime.

Queere Theologie sucht und findet den Bruch mit Normvorstellungen und Normzuschreibungen. Sie versucht, die dominierenden Diskurse zu re-sexualisieren, zu verqueren und (hetero-)normative Vorstellungen in Frage zu stellen. Dabei stehen sowohl Gottesbilder, biblische Figuren als auch das Kirchenverständnis auf dem Prüfstand -  vermeintliche unumstößliche Wahrheiten können innerhalb der Theologie selbst gebrochen und fließend neu definiert werden

Mag.a Katharina Payk, evangelische Theologin, leitende Redakteurin beim feministischen Magazin an.schläge sowie Lehrbeauftragte in Gender Studies/Theologie.


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