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IKW
Datum | 28.03.2017, 18.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, M13a

Erkennen und Verfolgen | Eine Veranstaltungsreihe zur Arbeit und Lehre Harun Farockis im Rahmen der Ringvorlesung Theoretische Ansätze und Methoden. Konzipiert von Sabeth Buchmann, Constanze Ruhm und Jens Kastner. In Zusammenarbeit mit dem mumok kino (Naoko Kaltschmidt und Matthias Michalka).

29.03.2017, 19.00 h mumok kino: Michael Baute

 

Haroun Farocki, Foto: Ingo Kratisch

 

Am 30. Juli 2017 jährt sich Harun Farockis Todestag zum dritten Mal. Um sein Werk – als Filmemacher und Künstler, als Autor und Lehrender – lebendig zu halten und zugleich als Ressource auch für junge Generationen (neu) zu öffnen, stellt die Ringvorlesung Farockis tiefgreifendes Interesse an dem Verhältnis von Bild und Politik sowie von Praxis und Theorie in den Mittelpunkt. Denn gerade der damit einhergehende Vermittlungsanspruch macht Farocki zu einem maßgeblichen Stichwortgeber für eine jüngere Generation von Künstler*innen und Autor*innen vor allem im Bereich des Dokumentarfilms – aber auch weit darüber hinaus.

07.03.2017, 18.00 h
Jens Kastner | Einführung

21.03.2017, 18.00 h
Volker Pantenburg | Die Schilderung von Arbeitsverhältnissen. Erzählen (1975)

Im Sommer 1975 drehen Ingemo Engström und Harun Farocki in Berlin Erzählen, „eine sendung, in der die arbeit der autorschaft stattfindet.“ An einigen Dokumenten aus der Produktionsgeschichte lässt sich der prekäre Status des Kleinproduzenten zwischen Schreiben, Hörfunk, TV näher bestimmen.

2 Erzählen, Ingemo Engström und Harun Farocki, 1975 

28.03.2017, 18.00 h
Michael Baute | 1969–1984: Formate und Formen der „Filmkritik“ (im Fernsehen)
29.03.2017, 19.00 h mumok kino: Michael Baute

Die Zeitschrift Filmkritik veröffentlichte nicht nur Texte. Parallel produzierten die Autoren auch (filmkundliche, filmhistorische, filmkritische) Beiträge für das Fernsehen. Ausschnitte daraus, gesendet im Zeitraum 1969–1984, stellt der Vortrag vor.

7 Telekritik: Über "Song of Ceylon" von Basil Wright, Harun Farocki, 1975 

04.04.2017, 18.00 h
Tom Holert | „Agitation als Schulung“: Politischer Film und Theorien des Lernens bei Harun Farocki und Hartmut Bitomsky (um 1970)

Für Harun Farocki geht es 1968/1969 darum, die „Theorie zu vermassen“ und die „Voraussetzungen der Lernfähigkeit [zu] organisieren.“ Mit Hartmut Bitomsky macht er sich daran, den „operierenden Film“ zu entwickeln. Ein solcher Film wird bald Teil eines umfassend projektierten „audiovisuellen Lehrprogramms“ der Filmemacher. Er soll der produktivistischen Maßgabe Folge leisten, wonach die „Agitation“ spreche, weil sie ein Ziel im Auge habe, und während sie spreche, dieses nicht aus dem Auge verliere. Wie das aussah und was daraus wurde.

3 Harun Farocki im Klassenraum; Standbild aus Die Teilung aller Tage (Hartmut Bitomsky und Harun Farocki, 1970) 

25.04.2017, 18.00 h
[Vortragende/r und Titel werden noch bekannt gegeben]

02.05.2017, 18.00 h
Filipa César | Montage, magic, and other encounters

09.05.2017, 18.00 h
Christa Blümlinger | Die Kunst, das Sichtbare zu lehren

Farockis Archivarbeit scheint eine kritische Dimension innezuwohnen, die auf einer Analyse der Rhetorik der Bilder fußt. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass sie gleichzeitig immer auch auf das System zielt, das die Sichtbarkeit der Dinge hervorbringt.

9 Bilder der Welt und Inschrift des Krieges,Harun Farocki, 1988 

16.05.2017, 18.00 h
Thomas Heise | Nachdenken über Harun

23.05.2017, 18.00 h
Maren Grimm | „Was ist daraus zu lernen?“ Filmstudium an Kunstuniversitäten

30.05.2017, 18.00 h
Christine Lang | Grenze als Ereignis. Spiel und Erzählung bei Harun Farocki
31.05.2017, 19.00 h mumok kino: Christine Lang

In seiner letzten Videoarbeit Parallele fragt Farocki u.a. nach den räumlichen Grenzen der Welten im Computerspiel und nach der Handlungsmacht der darin agierenden Figuren. Mit seinen Reflexionen greift er dabei ein Denken über die Bedingungen des darstellenden Spiels und Erzählens auf, welches seine Arbeiten über das Kino von Beginn an durchzieht. In dem 1975 (gemeinsam mit Ingemo Engström) realisierten Film Erzählen kommt dies am deutlichsten zum Ausdruck, hier wird explizit mit Jurij Lotmans Grenzüberschreitungstheorie über die Struktur des Erzählens reflektiert.

4 Parallele, Haroun Farocki, 2012 

08.06.2017 14-18 h | Atelierhaus, Lehargasse, 1. Stock, Atelier Nord

Kinderfilme / Kinder filmen. Mit Antje Ehmann (Berlin) sprechen Sabeth Buchmann und Constanze Ruhm über Harun Farockis Sesamstraßen-Filme und darüber, wie man das Fernsehen vor- und nachmacht, und über Einstellungen zur Arbeit.

1 Anna und Lara machen das Fernsehen nach und vor
(Szenenfoto) Harun Farocki, 1978

13.06.2017, 18.00 h
Diedrich Diederichsen | Harun Farocki beim Schreiben: Journalismus, Kritik, Filmpolitik
14.06.2017, 19.00 h mumok kino: Thomas Elsaesser

In den 1970er Jahren kam die Alternativkultur komplett mit Programmkinos und Stadtzeitschriften zur Welt. Warum Harun Farocki sie nicht mochte und warum er als Kritiker dem Weißen Hai von Steven Spielberg drei Sterne, Mean Streets
von Martin Scorsese dagegen nur einen gab!

5 

20.06.2017, 18.00 h
Sezgin Boynik | Heurism of Images: Learning through Cinematic Devices
21.06.2017, 19.00 h mumok kino: Sezgin Boynik

If the starting point of Harun Farocki's film methodology is to challenge the limits of our knowledge (“what do I know?”), then the question I want to ask is about the filmic devices of this methodology. In the case of Farocki, it is the images that enable this heuristic device to operate.
Following this theoretical introduction, I will demonstrate this argument by confronting two separate positions of the images of class struggle condensed on the representation of hands: Friedrich Engels' interpretation of Karl Hübner's painting The Silesian Weavers (1844), and Jacques Ranciére's thesis from Proletarian Nights (1981) on the divorce of the eye from the hands. As a speculative conclusion to this experiment, I will ask in which way Farocki's filmic methodology could contribute to this historical and theoretical dilemma on the representation of hands as the imagery of class struggles.

6 

27.06.2017 Prüfung


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