Akademie der bildenden Künste Wien
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IKL
Online Talk und Buchvorstellung | 25.11.2021, 19.00 h
Ort | Online via Zoom

Der jährlich im November und Dezember liegende Zeitraum 16 Tage gegen Gewalt an Frauen*, markiert misogyne soziokulturelle und -politische Zustände in der Gesellschaft. Die Kunstwissenschaftlerin Sarah Held organisiert u.a. in Kooperation mit dem feministischen Kunstraum alpha nova & galerie futura (Berlin), an der Akademie der bildenden Künste Wien eine Veranstaltungsreihe, die sich theoretisch, künstlerisch und aktivistisch mit sexualisierten Gewaltverhältnissen auseinandersetzt.

 
Sarah Held, Detailansicht künstlerische Protestaktion von La Casa Mandarina und The Monument Quilt in Juárez, Mexiko 04/17
 

Im Kontext gegenwärtiger Entwicklungen national sowie international geht Sarah Held in ihrem Buch der Frage nach: Wie können sexualisierte  Gewaltverhältnisse nicht nur auf einer Sichtbarkeitsebene diskutiert werden, sondern dezidiert Handlungsmachtstrategien für Betroffene mittels künstlerischer und partizipativer Kunstpraxen erzeugt werden.

Sie betrachtet herrschende gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse, die ein misogynes Klima überhaupt erst entstehen lassen und immer weiter fortsetzen. Dabei geht es aber dezidiert um „What's next“? Was kann das kollektive Wir und insbesondere künstlerischer Aktivismus tun, um einen soziokulturellen und soziopolitischen Shift herbei zu führen und gesellschaftliche Verhältnisse zu verändern und Solidarstrukturen zu schaffen.

Kurzbeschreibung des Buchs:

Textile Handarbeit und Feminismus gelten traditionell als Oppositionspaar, ebenso werden Kunst und Craft(ing) oft als gegensätzlich verhandelt. Das evoziert zumindest der erste und oberflächliche Eindruck. Doch dringt der (wissenschaftliche) Blick tiefer in die (Forschungs)Materie ein, erweisen sich viele tradierte Wahrnehmungsmuster und Sichtweisen als hinterfragungswürdig, wenn nicht gar obsolet. Die limitierten Zuschreibungen von textilen Handarbeiten und Weiblichkeit werden im Critical Crafting als feministischer Aktivismus dechiffriert und zur Sichtbarmachungsstrategie von Femicides und zur Agencybildung bei sexualisierter Gewalt an Frauen bzw. als Frauen gelesenen Personen.

Die ephemeren Textilkunstinterventionen formieren sich zum Widerstand der Dinge und agitieren im (teil)öffentlichen Raum gegen sexualisierte Gewaltformen sowie der damit verbundenen gesellschaftlichen Stigmatisierung von Betroffenen. Das Buch ist ein feministisch-epistemologischer Beitrag zur Untersuchung kritischer Gestaltungsbewegungen, die an der Schnittstelle von materieller und visueller Kultur positioniert sind.

Autorin:

Sarah Held, Dr. phil., ist Kunst-/Kulturwissenschaflterin, sie forscht und lehrt als Senior Scientist an der Akademie der bildenden Künste Wien und ist Dozentin für Fashion/Gender Studies an der Linzer Kunstuniversität. Zudem lehrt sie an verschiedenen Universitäten über ihren Forschungsschwerpunkt hinaus zu queer-feministischer Pornografie/PostPorn.

Jüngste Publikationen:

rechte Angriffe - toxische effekte. Umformierungen extrem Rechter in Mode, Feminismus und Popkultur. (Hg. mit Elke Gaugele) Transcript. 2021.
Zur Materialität des feministischen Widerstands. Textile Agency gegen sexualisierte Gewalt und Femicides. Metzler, 2021.

Zugang:

https://fb.me/e/4QpairDEQ

https://akbild-ac-at.zoom.us/j/94954610336?pwd=YmFVYnJYd0ZaVWE5ekNUSkNweGJPdz09

Meeting-ID: 949 5461 0336
Kenncode: ?$16&8


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