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Border, havana, cuba, 2014, light installation, © Camila Lobos

 

Gegenüber den ursprünglichen Bedingungen eines Platzes ist die Produktion von Raum das Ergebnis von Aktivitäten und verfügt deshalb über zeitliche Dimensionen. (José Miguel Cortés, Políticas del Espacio, 2006)

Wie kann Kunst andere Sichtbarkeiten produzieren? Diese Frage bildet das Thema von Camila Lobos aktuellen Werken. Lebend in einer Stadt wie Santiago, wo soziale Probleme und dadurch bewirkte Anspannungen nicht gelöst, sondern aus dem Blickfeld verbannt werden, gestaltet sich für Camila Lobos der Diskurs über Macht und Sichtbarkeit zu einer kritischen Hinterfragung von mikropolitischen Rangordnungen, von Interaktionen zwischen Raum und menschlichen Beziehungen, zwischen Zentrum und Peripherie, Licht und Finsternis, Körper und Bewegung. Ausgehend davon, dass nur das als existierend wahrgenommen wird, was sichtbar ist, wirft Camila Lobos in ihrer Kunst die Frage auf, wie wir Geschichten um das am Rande, an den Grenzen des Sichtbaren befindliche konstruieren. Das Medium Licht setzt Camila Lobos in ihrem Werk ein, um die unsichtbare Existenz des ausgeblendeten Anderen aufzuzeigen, die so Gestalt annimmt und Transformationen durchläuft. Camila Lobos’ Kunst durchdringt die Lücken, bearbeitet die Grenzen von Formen und ethischen Konventionen.

Camila Lobos Díaz geboren 1988 in Santiago Chile, studierte Kunst an Katholischen Universität in Chile und Architektur an der Universität von Chile. Als konzeptuelle Künstlerin arbeitet sie mit Installationen, Objekten und Interventionen im öffentlichen Raum. Ihre Werke wurden in 5 Einzel- und 20 Gruppenausstellungen in Museen und Galerien in Latein-Amerika u. a. Chilean Museum of Contemporary Art, Telefónica Foundation, Chilean Bank of the Estate Gallery, Al Cubo Gallery, Santiago, Chile und in der 12. Havanna Biennale präsentiert.


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