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]a[ Ausstellungsraum
1. Tag der Ausstellung | 08.10.2021
Ausstellungsdauer | 09.10.2021 - 29.01.2022
Ort | Ausstellungsraum der Akademie der bildenden Künste Wien, Eschenbachgasse 11, Ecke Getreidemarkt, 1010 Wien

Kuratoren: Guilherme Maggessi, Rafal Morusiewicz

 

Bassano, they will be here, 2021 @ Bassano

 

In der Kunst bilden politisches und affektives Handeln die Grundlage für die Ethik einer künstlerischen Praxis und Forschung. Als Konsequenz prägt die Ethik die materielle Entstehung der Kunst. Wenn Kunst als Ausdruck der Menschlichkeit und „ein Objekt fundamentaler Begegnung“ verstanden wird, fordert sie transdiziplinäre und intersektionale Handlungsräume. Diese Räume sollen die umweltpolitische Gesamtheit solch eines Kunstbegriffs erkennen, sowie dessen „radikale materielle Prozessualität“ wahrnehmen, das sich als ein fließendes Wechselspiel zwischen Produktion und Zersetzung imaginieren lässt.

Tabea Marschall and Sophia Garner, This year’s garden, 2020 © Sophia Garner Tabea Marschall and Sophia Garner, This year’s garden, 2020 © Sophia Garner 

Die Ausstellung The Poiesis of Composting beschäftigt sich mit Gesten des „Kompostierens“ und stellt künstlerische Positionen vor, die das „Bereits Vorhandene“ überdenken. Das Projekt stellt Situationen queerer Temporalitäten und rhizomatischer relationaler Synchronizitäten vor, die, nachdem sie „komponiert“ wurden, wieder kompostiert werden. Durch eine Annäherung an die nichtlineare Zeitlichkeit der Kompostierung stellt sich die Ausstellung die Aufgabe verschiedene und veränderbare Positionen der Kunstwerke zu denken, die sich über die Zeit und Raum hinweg aufeinander zubewegen und möglicherweise zu einer „Bio-Mess“ ihrer konzeptionellen Mikronährstoffen verschmelzen.

Gleb Amankulov Gleb Amankulov, Untitled, 2019 © Gleb Amankulov; Gleb Amankulov, Lunch in the Garden, 2020 © Philipp Pess 

Die eingeladenen Künstler_innen treten mit bereits Vorhandenen in Verhandlung. Indem sie das Gegenwärtige auflösen und Geschichten einer vermeintlich bekannten „vergangene Gegenwart“ erzählen, stellen sich die Künstler_innen lebenswerteren, schönere Zukünfte vor. In The Poiesis of Composting wird eine queere historiographische Methodik in der transdiziplinären und intersektionalen künstlerischen Forschung und Praxis praktiziert, wobei der Schwerpunkt auf der Navigation zwischen dem „Machen“ und „Rückgängigmachen“ liegt und die radikale materielle Prozessualität des denkenden Subjekts als immer „im Werden“ betrachtet wird.


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