Skip to content. Skip to navigation.
]a[ Ausstellungsraum
Eröffnung | 22.10.2020, 16.00 h - 20.00 h
Ausstellungsdauer | 23.10.2020 - 05.01.2021
Ort | Ausstellungsraum der Akademie der bildenden Künste Wien, Eschenbachgasse 11, Ecke Getreidemarkt, 1010 Wien

Die Ausstellung zeigt verschiedene künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Loop und der ihm inhärenten Ambivalenz zwischen Stillstand und Bewegung, zwischen Ausweglosigkeit und Aufbruch.

Kurator_innen: June Drevet, Andrea Popelka, Stefanie Schwarzwimmer

Mit künstlerischen Beiträgen von: AYA, Anne Boyer, Natasha Eves, Adam Farah / free.yard, Misha Faulty, Fauna, Mark Fisher, Kelly Ann Gardener, Susanna Hofer, Barbara Kapusta, Lux, Bernadette Moser, object blue, Anna Paul, Lilly Pfalzer, Soso Phist, Vika Prokopaviciute, Christopher Schmidt, Stefanie Schwarzwimmer, Johanna Charlotte Trede, Nada Tshibwabwa, WIEN DIESEL

 

Susanna Hofer, Holiday on Ice (call it horizon and you will never reach it), 2019 © Bildrecht, Wien, 2020

 

Von roten Fäden, Zeitkrümmungen und Bildfalten. Von der zauberhaften Taktilität des Clubs. Von Ohrwürmern und Gehörschnecken. Von Momenten, in denen einem das Herz aufgeht und wieder zu. Von endloser Produktion und vom Anhalten, vom Stoppen und Weitermachen. Vom Rückwärts- und Abwärtslaufen, vom Warten und Ermüden. Vom Altbeäugten, neu gesehen durch elastische Pupillen. New Views on Same-Olds widmet sich Krisen der Zeit, aktuellen und strukturellen. Wer oder was gibt die Richtung vor? Und was passiert im Dazwischen, in den vermeintlich nebensächlichen Momenten? Die teilnehmenden Künstler_innen wählen ihre ganz eigenen Zugänge zu Figuren nichtlinearer, nichtprogressiver Zeit. Sie erzählen Zeit anders, lassen sie zirkulieren, spulen zurück und schichten sie. Bewegungen wie die des Loops ermöglichen ein Innehalten. In der ständigen Wiederholung weiten sie den gewohnten Blick, fordern auf zu einem Immer-wieder-neu-Betrachten und -Aufstehen, einem Immer-wieder-das-Wort-Ergreifen.

Comic-artiges Poster mit dem Schriftzug Music Natasha Eves, unravel, 2020 (Detail) © Natasha Eves 

Die Ausstellung lädt die Besucher_innen ein, den Loop nicht nur visuell zu erfahren, sondern ihn auch zu denken und zu fühlen – sei es beim stundenlangen Tanzen in einem verdunkelten Clubraum, beim Erschnuppern einer Brotskulptur oder beim Bestaunen eines exzessiv trainierten dreifachen Axels. Sie möchte ein unabgeschlossener Versuch bleiben, der dem Rätsel der Wiederholung nachspürt und untersucht, wie es die Sinne „ever so slightly“ verschiebt. Im Zentrum stehen dabei die künstlerischen Arbeiten, die – wie ein Zeitkristall gedreht – immer und immer wieder neue Facetten zeigen. Die Zusammenstellung bildet weniger einen historischen Abriss über den Loop als eine phänomenologische Suche, die durch Sinnliches, Unzeitgemäßes und Aufständisches mäandert. Ein vermeintlich geschlossener Kreis wird durch eine kleine Verschiebung zur Spirale. Es bleibt unklar: Verändert sich das Betrachtete oder die Betrachtenden selbst?

Play-Station mit Sängerin schwebt vor städtischer Situation mit Passant_innen Adam Farah / free.yard, Regnorts (N22 Momentation
Mix),
2019 (Still) © Adam Farah / free.yard
 

Erweiternd erscheint die Publikation Times flies… mit Beiträgen von: Eva Alken, Jette Büchsenschütz, Céline Couson, Diedrich Diederichsen, Misha Faulty, Nina Franz, Bernhard Jarosch und Mariann Diedrich, Barbara Kapusta, Vika Prokopaviciute, Constanze Ruhm und Miroslava Svolikova.


Permalink