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Dissertant_in: Astrid Engl
Betreuer_in: Elke Gaugele, Ina Hein
Studienrichtung: Dr. Phil
Schlagwörter: Material Culture, Cross-Gender, DIY/Crafting, Experimental Research Design, Cute Studies, Visual Research, Hello Kitty Studies
  Foto: Astrid Engl  

Abstract:

Die japanische kawaii-Kultur (cute culture) ist eine sehr visuelle Kultur, deren auffallenden ästhetischen Merkmale nicht nur zahlreiche Verbindungen zu Kunst aufweisen (Richtungen, Strömungen, Konzepte), sondern über die auch auf komplexe Art und Weise soziale Verhältnisse verhandelt werden. Hier knüpfe ich mit meiner Dissertation an, in dem ich die kawaii-Kultur über ihre Funktionen im Hinblick auf Formen visueller Kommunikation und Produktion untersuche.

Dafür frage ich ihn einem größeren Zusammenhang (Makroebene) danach, wie und wo die kawaii-Kultur über ihre speziellen ästhetischen und performativen Attribute in der japanischen Gesellschaft sichtbar wird (u.a. in Bezug auf formale Merkmale, Konnotationen, Bedeutungsdimensionen und -Zuschreibungen) und welche sozialen Funktionen sie in den jeweiligen Feldern erfüllt. Im Anschluss daran erforsche ich im Detail (Mikroebene), wie Individuen aktiv an der kawaii-Kultur partizipieren, welche Strategien, Mittel und Instrumente hier zum Einsatz kommen, welche Bedürfnisse und Motive dahinter stehen und welche Konzepte sich hier verorten lassen. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Untersuchung von kawaii in Bezug auf Gender- und Identität sowie im Hinblick auf DIY/Crafting-Strategien.

Mein interdisziplinärer methodischer Zugang verschränkt dabei experimentelle Verfahren wie künstlerische Feldforschung, Artefakteanalyse, Photo-Elicitation und Cultural Probes aus den Feldern der Design Anthropology (Clarke 2011), den Material Culture Studies (Wagner 2011), den Visual Studies (Harper 2002), der visuellen Ethnografie (Pink 2007) und der Designforschung (Gaver, Dunne, Pacenti 1999). Die Anwendung künstlerisch-experimenteller Methoden soll dabei einen Beitrag leisten, um eine Etablierung von Kunst/Design und Forschung in ihrem wechselseitigen Verhältnis – Kunst/Design durch Forschung und vice versa – im Kanon anerkannter forschender Disziplinen zu ermöglichen.

Bio

Profil: based in Vienna and Tokyo • lived, worked and studied in Vienna, London, Sydney, New York and Tokyo • trained as a milliner, graphic designer, artist and teacher • awarded the Marietta Blau grant 2015/16 for deepening her research on the japanese kawaii-culture
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colour: Pantone 812CX • font: Fedra sans • artist: Kusama Yayoi, Björk • designer: Yoshi Yamamoto, Philipp Treacy • place to be: bouncy castle • inspiration: pop up books • interests: philosophy, psychology, traveling • passion: contemporary dance, Kimonos, Japanese Design, Shodō

Contact:

astrid.engl@live.at

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