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Einreichfrist | 15.02.2010

Kunst als Forschung und Entwicklung im gesellschaftlichen Bereich

Anlass ist der Bau eines Gaskraftwerkes südlich von Graz. Geplant ist, gigantische Mengen von Energie als Abwärme ungenutzt in die Mur und einen Kühlturm zu "entsorgen." Nicht nur in Österreich findet diese Energievernichtung statt: Jeder Kühlturm neben Kraftwerken ist ein trauriges Wahrzeichen einer völlig unzeitgemäßen Energieverschwendung, und davon gibt es weltweit tausende…

Diese Situation ist sowohl im Hinblick auf die globalen Klimaziele als auch aus sozialen Gründen untragbar.

Wir wenden uns an Künstlerinnen, Künstler und Kreative mit der Aufforderung, in die gesellschaftlichen Entwicklungen einzugreifen, dort, wo den Ökonomen die Phantasie versagt. Abwärme soll nicht als Abfall entsorgt, sondern als SOZIALE WÄRME zur Verfügung gestellt und zum Wohle der Allgemeinheit genutzt werden.

Der offene Ideenwettbewerb ist auf der Suche nach Projekten, die ihre innovative Kraft aus einem sozial-ökologischen Kunstverständnis beziehen. Die eingereichten Konzepte und Skizzen sollen ästhetische, ökologische und soziale Aspekte vereinen.

Die Ausstellung und Prämierung der Ergebnisse wird im März 2010 im Museum der Wahrnehmung in Graz stattfinden.

SICHTBARKEIT: Wie kann man die irrwitzige Energieverschwendung weithin sichtbar machen um einen Diskussionsprozess auszulösen?

UTOPIE/NEUE WEGE: Wie kann Abwärme auf neuartige Weise sinnvoll genutzt werden und in SOZIALE WÄRME umgewandelt werden? Wie kann die Gleichzeitigkeit von ökologischen/sozialen/ästhetischen Prinzipien zum Ausdruck kommen?

SOZIALE WÄRME: Wie kann die kostenlose Wärmeenergie in soziale Wärme transformiert werden? Wie könnten Menschen in prekären Arbeits- Freizeit- und Wohnsituationen von kostenloser Wärmeenergie profitieren? Welche neuartigen Arbeits-, Wohn-, Freizeit-, Sozial- und Produktionsanlagen können durch kostenlose Wärmeenergie realisierbar werden? Wie können Synergien genutzt werden? Welche Effekte entstehen für markt- und/oder sozialwirtschaftliche Umsetzungen?

Ideenwettbewerb: Einzureichen für diesen offenen Wettbewerb sind Entwürfe, Konzepte, Projektskizzen und maßstabsverkleinerte Modelle, die in einer Ausstellung gezeigt werden. Für diese Ausstellung wählt eine interdisziplinär besetzte Jury 20 Arbeiten aus. Die Teilnahme an der Ausstellung wird mit je 300. -Euro honoriert. Aus den Arbeiten der Ausstellung werden in 3 Kategorien je drei Arbeiten mit undotierten Prämierungen ausgezeichnet.
Die Teilnahmeunterlagen sind auch unter www.akademie-graz.at abrufbar.

Einreichung: Skizzen, Entwürfe, Konzepte, Modelle, Fotos etc. als pdf-Datei an office@akademie-graz.at.

Einreichfrist: 15. Februar 2010.

Bewertung:
3 Kategorien:

  • Arbeiten, die das Ausmaß der Energievergeudung sichtbar machen
  • Arbeiten, die die Chance auf marktwirtschaftliche und/oder sozialwirtschaftliche Realisierbarkeit postulieren
  • Arbeiten, die utopische Szenarien darstellen

Ausstellung: Die Präsentation der von der Jury ausgewählten Beiträge wird Ende März in einer Ausstellung im Forum Stadtpark stattfinden.
Dokumentation: Katalog, DVD

Konzept und inhaltliche Betreuung: Günter Eisenhut (galerie remixx)
Organisation: Akademie Graz

"Soziale Wärme" wird vom Museum der Wahrnehmung als Kooperationspartner beherbergt und vom Kulturressort des Landes Steiermark finanziell unterstützt.