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Der Goldene Weg (Gold Open Access)

Als sog. Goldener Weg des Open Access wird die Erstveröffentlichung der Forschungsergebnisse in OA-Zeitschriften oder anderen OA-Publikationstypen bezeichnet. Das jeweilige Dokument wird also ohne Zeitverzögerung direkt in einem OA-Journal oder einem anderen OA-Medium publiziert – eine Spezialform bilden in diesem Kontext bspw. die Open Access Monographs/Books. Die dabei zumeist anfallenden Publikationsgebühren sind von den Autor_innen „selbst“ zu tragen, wobei diese im Normalfall entweder von der Institution, der sie angehören (Publikationsfonds, institutionelle Mitgliedschaften) bzw. im Falle einer Drittmittelfinanzierung durch eine Forschungsförderungsorganisation von dieser beglichen werden. Viele Vertreter_innen der OA-Bewegung sehen im Goldenen Weg das Ideal, das es letztlich zu erreichen gilt. Trotz allem bildet für die meisten davon – aus vielerlei Gründen – der sog. Grüne Weg eine unverzichtbare Übergangslösung auf dem Weg zu Gold oder gar Diamond Open Access.

Der Grüne Weg (Green Open Access)

Beim Grünen Weg des Open Access handelt es sich um die nachträgliche oder zeitgleiche Veröffentlichung von wissenschaftlicher Literatur in institutionellen oder fachspezifischen Repositorien (Dokumentenservern), die originär auf herkömmlichem Weg publiziert wird/wurde. Diese Zweitveröffentlichung erfolgt manchmal auch nur formlos auf Homepages, was einerseits zwar kostengünstig ist, andererseits aber die Auffindbarkeit enorm erschwert. In Anlehnung an die Begriffswahl der Budapester Initiative wird der Grüne Weg auch als Self-Archiving bezeichnet.  Allerdings erlauben nicht alle Verlage diese Selbstarchivierung bzw. tun sie dies erst nach Ablauf eines sog. Embargos (zeitliche Verzögerung zur Erstveröffentlichung). Welche Form der Sekundärpublikation (Pre-, Postprints) Verlage gestatten, findet sich im SHERPA/RoMEO-Verzeichnis. Darüber hinaus spielt für den Grünen Weg auch die Zugänglichmachung von Hochschulschriften, Monografien, Konferenzbeiträgen etc. sowie von digitalen Objekten aller Art (Bilder, Video-Clips, Audio-Dateien, CD-ROMs, Begleitmaterialien, Forschungsdaten etc.) eine wichtige Rolle.


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