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Die Bezeichnung Open Access wurde erstmals im Februar 2003 im Kontext der Budapest Open Access Initiative verwendet. Als weitere wichtige Erklärungen, die die Leitideen und die Terminologie des Open Access-Paradigmas wesentlich definieren, gelten das Bethesda Statement on Open Access Publishing vom Juni sowie die Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities vom Oktober 2003. Die sog. 3 Bs (Budapest-Bethesda-Berlin) prägen bis heute maßgeblich das Verständnis von Open Access.

Laut diesen Statements sollten Open Access-Veröffentlichungen idealerweise zwei Prämissen  erfüllen:

  1. Die Urheber_innen und Rechteinhaber_innen solcher Veröffentlichungen gewähren allen Nutzer_innen unwiderruflich das freie, weltweite Zugangsrecht zu diesen Veröffentlichungen und erlauben ihnen, diese – in jedem beliebigen digitalen Medium und für jeden verantwortbaren Zweck – zu kopieren, zu nutzen, zu verbreiten, zu übertragen und öffentlich wiederzugeben sowie Bearbeitungen davon zu erstellen und zu verbreiten, sofern die Urheberschaft korrekt angegeben wird.
  2. Eine vollständige Fassung der Veröffentlichung sowie aller ergänzenden Materialien einschließlich einer Kopie der oben erläuterten Rechte wird in einem geeigneten elektronischen Standardformat in mindestens einem Online-Archiv (Verlagsplattform, Repositorium) hinterlegt und auf diese Weise damit veröffentlicht, das geeignete technische Standards (z.B. laut Open Archives Initiative) verwendet und das von einer wissenschaftlichen Einrichtung, einer wissenschaftlichen Gesellschaft, einer öffentlichen Institution oder einer anderen etablierten Organisation in dem Bestreben betrieben und gepflegt wird, den offenen Zugang, die uneingeschränkte Verbreitung, die Interoperabilität und die langfristige Archivierung zu ermöglichen.

Um diesen Voraussetzungen zu entsprechen, haben sich bis dato zwei Optionen etabliert:

  • Gold Open Access: Erstveröffentlichung der Forschungsergebnisse in OA-Publikationsmedien.
  • Green Open Access: nachträgliche oder zeitgleiche „Zweitveröffentlichung“ von  Publikationen in (institutionellen, fachspezifischen etc.) Repositorien (Self-Archiving).

Warum Open Access?

  • Förderung der internationalen und interdisziplinären Wissenschaftskommunikation und Zusammenarbeit
  • Freier Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen sowie Kunst- und Kulturobjekten
  • Verbleib der Verwertungsrechte bei den Autor_innen
  • Erhöhte Sichtbarkeit und Zitierhäufigkeit
  • Schneller und kostenloser Zugang zu wissenschaftlicher Information, digitalen Kunst- und Kulturobjekten, Lehr- und Lernmaterialien etc. für alle Personen mit Zugang zum Internet
  • Gute Auffindbarkeit über Suchmaschinen und Nachweisdienste
  • Partizipation an den Vorteilen digitaler Objekte
  • Verbesserung der Informationsversorgung
  • Vorteile in vernetzten, IT-gestützten Arbeitsumgebungen (z.B. moodle, Virtual Research Environments etc.)
  • niedrigere Produktions- und Distributionskosten
  • uneingeschränktes Lesen, Kopieren, Verteilen, Drucken, Durchsuchen und Referenzieren wissenschaftlicher Publikationen

1 Danny Kingsley & Sarah Brown / Benefits of Open Access / CC BY 4.0 International


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