Akademie der bildenden Künste Wien

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Neben Arbeiten der Friedrich von Schmidt Schule, der Architekten Karl Hasenauer, Josef Hofmann, Wilhelm Holzbauer, Franz Jäger, Georg Niemann, Friedrich Ohmann, Josef Olbrich, Gustav Peichl, Roland Rainer, Gottfried Semper, Otto Wagner und seiner Schule besteht diese Sammlung aus Vorlagenblättern und Arbeiten von Studierenden. Dadurch kann sehr gut die sich wandelnde Architekturausbildung an der Akademie verfolgt werden. Den größten Bestand stellen jedoch die Nachlässe von Theophil Hansen, Ernst A. Plischke und Ernst W. Heiss dar.

Die Zeichnung zeigt den Längsschnitt eines Saals des Musikvereins. Die große frontale Wand ist in drei aufwändig gestaltete horizontale Ebenen aufgeteilt, die durch unterschiedliche architektonische Gestaltung klar voneinander getrennt sind. Bei der ersten Ebene wechseln sich rötliche, marmorähnliche Wandfelder mit Pilastern mit weiblichen, an die Antike erinnernden Figuren ab. Die Wand der darüber liegende Etage wird durch eine Reihe massiv wirkender Holztüren mit Dreiecksgiebeln unterbrochen. Im oberen Teil der Wandflächen befinden sich runde Felder mit Büsten. Auf der dritten und letzten Ebene befinden sich mehrere, durch Pilaster voneinander getrennte, große, halbrunde Fenster.  Theophil Hansen, Musikverein, Längsschnitt
Schwarze Tinte, Aquarell und Gold auf Karton montiert, 786 x 1219 m
© Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
 

Hervorzuheben ist der Bestand an gotischen Baurissen. Mit 428 Zeichnungen besitzt das Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien den weltgrößten Bestand an gotischen Baurissen. Dieser umfasst nicht nur die großen Präsentationspläne, sondern auch alle Aspekte der Entwurfsarbeit und des alltäglichen Baubetriebes.

Auf der Zeichnung ist ein sogenannter Baldachin dargestellt. Dabei handelt es sich nicht um einen aus Stoff gemachten Betthimmel, sondern um ein architektonisches Element zur Überdachung eines Altars, einer Statue oder ähnliches. Zwischen zwei spitz zulaufenden Pfeilern spannt sich ein Spitzbogen, dessen Inneres zum Teil durch filigrane Blumenformen gefüllt ist. Die Spitze des Bogens ist lang und erreicht die Höhe der seitlichen Pfeiler. Aus dem Bogen wächst eine Reihe von Arkadenfenster-ähnlichen Formen empor, deren Abschluss ein Gesims mit spitzzulaufenden Zierelementen bildet. Auch diese werden seitlich durch die zwei Pfeiler begrenzt. Die Zeichnung wirkt sehr filigran und detailliert. Die emporragenden Pfeiler und der Spitz in der Mitte sind mit organisch wirkenden, blattähnlichen Elementen geschmückt. Wien, St. Stephan, nordwestlicher Altarbaldachin, sogenannter "Puchheimbaldachin"
Reißfeder und Zirkel in schwarzer Tinte auf Papier, Blindrillen, 294 x 438 mm
© Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
 


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