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Skulpturen von Studierenden und DiplomandInnen der Akademie der bildenden Künste Wien
Eröffnung: 25.06.2004, 18.30 h
Ausstellungsdauer: 26.06. - 31.08.2004, Mo - Fr 9.00 bis 18.00 h
forum austriaco di cultura, Rom

© Franz  Kapfer   © Franz Kapfer  

Die Sprache der Skulptur wird am Beginn des 21. Jahrhunderts nur noch in radebrecherischer Weise gesprochen. Vorbei ist das Denken in Materialien oder Gattungen. Deshalb ist auch das Selbstverständnis als 'Bildhauer' oder 'Maler' dahin. Die zeitgenössische Kunst ist transdisziplinär geworden. Sie übt sich in der strategischen Verbindung von Skulptur mit Ton, von Video mit Fotografie, von Malerei und Text.

© Bartholomäus Kinner   © Bartholomäus Kinner  

Die sechs Künstlerinnen und Künstler, die in Rom die Akademie der bildenden Künste Wien vertreten und eine Intervention auf dem Gelände des österreichischen Kulturforums machen werden, belegen diese neue 'lingua franca': Abdul-Sharif Baruwa baut Gehäuse für seine privaten Phantasien und Handlungen. Er benutzt dazu vorgefundenes Material, das er scheinbar improvisierend für eine temporäre Situation zusammenbaut. Marlene Haring nutzt eigentlich das Video, um ihre Ideen durchzuspielen. In Rom wird sie einen "lebenden Springbrunnen" schaffen. Als hätte er einen Zauberstab geschwungen, verwandelt Franz Kapfer, der sonst eher Video und Fotografie als Instrumente eines biografisch-literarischen Erfindens verwendet, Plastikabfälle in scheinbar kostbare Skulpturen. Leopold Kessler scheint in einer humorig hintergründigen Geste Liebespaaren assistieren zu wollen, wenn er eine Parkbank entwickelt, die sich mit wenigen Handgriffen in ein Bett verwandeln lässt. Das Volumen von Skulpturen nimmt Bartholomäus Kinner aufs Korn, wenn er eine aufklappbare Skulptur entwickelt, die von Ferne an den Minimalismus erinnert. Lone Haugard Madsen schließlich konstruiert Museumsbänke und Museumsstühle und analysiert so das Verhalten der Besucher in Museumsräumen, die sie auch fotografisch dokumentiert hat.

Die skulpturalen Zugänge dieser sechs Künstlerinnen und Künstler aus Wien sind vielfältig und umreißen das heutige Handlungsfeld von Skulptur.