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Eröffnung: Donnerstag, 18.05.2006, 19.00 h
Ausstellungsdauer: 19.05. - 09.07.2006
Klassizismus-Saal der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 10.00 - 18.00 h

© Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien|Albrecht Dürer: Bildnis eines 18jährigen Jünglings, 1503   Albrecht Dürer: Bildnis eines 18jährigen Jünglings, 1503
© Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
 

Im Klassizismus-Saal der Gemäldegalerie werden in den kommenden Monaten in einer Serie von Ausstellungen die bedeutendsten Blätter des Kupferstichkabinetts gezeigt, um nicht nur auf die einzigartige Qualität dieser ehemaligen Lehrsammlung hinzuweisen, sondern auch die damit verbundene Rolle des Mäzenatentums im 19. Jahrhundert darzustellen.

Die erste Ausstellung zeigt neben Beispielen aus dem vor kurzem in das Memory of the World-Register aufgenommenen Bestand an gotischen Baurissen auch den einzig erhaltenen Entwurf des ehemaligen Hochaltarbildes von St. Stephan sowie europäische Meisterzeichnungen des 16. und 17.Jahrhunderts, darunter Arbeiten von Albrecht Dürer, Hieronymus Bosch, Rembrandt, Tizian, Annibale Caracci, David Teniers d. J. und Poussin.

© Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien|Bauriss: Wien, Domlanghaus, Aufriss des Südwestjochs   Bauriss: Wien, Domlanghaus, Aufriss des Südwestjochs
© Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
 

Die Akademie der bildenden Künste Wien ist als eine der wenigen Kunsthochschulen des ausgehenden 17.Jahrhunderts in der glücklichen Lage mit ihren Sammlungen ein visuelles Gedächtnis zu besitzen, welches bei den meisten anderen Akademien schon längst verloren gegangen ist oder auch gar nie vorhanden war. Neben der heute nur mehr in Bruchstücken vorhandenen Glyptothek spiegelt besonders die Sammlung des Kupferstichkabinetts mit seinem Bestand von ca. 40.000 Zeichnungen, 100.000 Druckgrafiken und an die 20.000 Fotografien die über 300 Jahre dauernde Lehrtätigkeit der Universität wider. Dabei ist die Sammlungsgeschichte des Kupferstichkabinetts untrennbar nicht nur mit der Entwicklung der Akademie, sondern auch mit der Kunst und Kunstpolitik der ehemaligen Donaumonarchie verbunden, wobei sich der Bogen von der dominanten Position des Staates im 18. Jahrhundert zu der beginnenden Verantwortung des Bürgertums im 19. Jahrhundert bis hin zum Rückzug des Staates im 20. und 21. Jahrhundert spannt.

Informationen:
Dr. Monika Knofler, Leiterin Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
T + 43 (1) 588 16-360, F +43 (1) 588 16-363

m.knofler@akbild.ac.at