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Präsentation | 27.11.2007, 19.00 h
Ausstellungsdauer | 28.11.2007 - 01.03.2008
Ort | Le Méridien Wien, Robert-Stolz-Platz 1, 1010 Wien

Das Le Méridien Wien & die Akademie der bildenden Künste Wien laden zur Präsentation von neuen Arbeiten in die Video Lounge.

 

Luxury Penthouse Apartment
© Elena Cooke, Mario Strk

 

Mit kooperativen Arbeiten von

Katharina Aigner, Aleksandra Aleksic, Adam Cohen, Elena Cooke, Mehmet Emir, Verena Faißt, Iris Dittler , Veronika Eberhart, Franz Haider, Martina Haidvogl, Krzysztof Kaczmarek, Benedikt Kirsch, Christoph Kolar, Zita Köver, Thomas Lehner , Rania Moslam, Muzak, Noële Ody, Karin Reichmuth , Jasmin Schienegger, Marie-Christine Schmid, Eva Seiler, Bernhard Staudinger, Mario Strk, Brigitte Strobl
Zu den Arbeiten spricht Bettina Henkel

Die "Video Lounge" ist eine Kooperation  des Le Méridien Wien mit der Akademie  der bildenden Künste Wien, ein  Zeichen konstruktiver Nachbarschaft. Die beiden Häuser - nur  100 Meter  Luftlinie von einander entfernt - verbindet das Interesse an zeitgenössischer Kunst. Studierenden und  AbsolventInnen der Akademie wird mit der "Video Lounge" die Möglichkeit geboten, Arbeiten zu präsentieren. Zweimal im Jahr werden von Bettina  Henkel, Lehrbeauftragte und Leiterin des Medienlabors, spannende und  wegweisende Positionen ausgewählt  und in diesem Rahmen gezeigt.

Dokumentation als künstlerische Strategie

Die insgesamt 40-minütige Video-Kompilation ist im Rahmen der Lehrveranstaltung Video I von Bettina Henkel an der Akademie der bildenden Künste Wien im November 2007 im Medienlabor mit Unterstützung von Friedemann Derschmidt und Alan Cicmak entstanden.

Vorgegeben war die thematische Auseinandersetzung mit dem Format Dokumentation auf künstlerische und kritische Weise. Rahmenbedingungen waren Ort und Zeit, alle Arbeiten entstanden innerhalb von einer Woche in einem abgesteckten Planquadrat zwischen der Akademie am Schillerplatz, Naschmarkt, Mariahilferstrasse sowie Apollo-Kino und sollten nicht länger als 3-5 Minuten sein. Vorausgesetzt war die Bereitschaft in Kleingruppen zu arbeiten.

Zu sehen sind sehr individuelle Lösungen - z.B. von der "klassischen" Dokumentation einer Trafik bis zur fast abstrakten Untersuchung und Dokumentation von Raum - die unterschiedlicher kaum sein könnten und das Spektrum der Dokumentation unkonventionell bereichern. Deutlich sichtbar wird der künstlerische Umgang mit dem Genre der Dokumentation: Eine einzige dokumentarische Einstellung in einer Tiefgarage, indem ein Tropfen als atmosphärisches pars pro toto Hauptakteur wird; eine dokumentierte Erzählung eines Unfalls die dekonstruiert wird, indem sie zweimal verschiedentlich montiert wurde; das Portrait eines Hotelportiers, das sich surreal auflöst; ein fiktionales Verkaufsgespräch einer Immobilienmaklerin im unausgebauten Dachboden; die Dokumentation der erste Bordell Wiens, die sich der Bilder entzieht und statt dessen mit den Bildern im Kopf arbeitet oder das Erkunden eines Areals durch Aneignungsstrategien durch Verfolgen von Menschen. Viel Spaß beim Erkunden Ihrer Nachbarschaft in der Video Lounge!

Video I

Franz Haider, Martina Haidvogl, Noële Ody
6.59 min

video1  

Es ist die nüchterne Schilderung einer "kleinen" Verletzung der Erzählerin, die zum einen in "Video I" als ironischen Kommentar auf das Authentische der Dokumentation mit kroatischen Untertiteln versehen ist und in Wechselbeziehung zum ersten Video in der Arbeit "Video II" mit dem selben Materials allein durch Montagetechniken ein komplett anderes Klima erzeugt.

Hotel Terminus
Katharina Aigner, Marie-Christine Schmid, Verena Faißt
5.12 min

Terminus  

Collage der Realitäten: Ein Portier als Schnittstelle zwischen Wahrheit und Fiktion. Hotelgeschichten, Kriminalromane und plötzlich war da ein Hund - Endstation?

Luxury Penthouse Apartment
Elena Cooke, Mario Strk
4 min

video2  

Dokumentiert wird das fiktive Verkaufsgespräch zwischen Maklerin und Kunden, die wir nicht sehen, als humorvolle Kritik zur städtischen Gentrifizierung.

Dans le Garage

Iris Dittler, Thomas Lehner, Karin Reichmuth
3 min

Dans le garage  

Dans le Garage zeigt einen kontemplativen Moment in der Tiefgarage der Technischen Universität Wien ausserhalb der Betriebszeiten. Der durch seinen Ton entdeckte und ins Zentrum gerückte Tropfen verweist auf die verlaufende Zeit.

ohne Titel

Benedikt Kirsch, Brigitte Strobl
3.42 min

ohne titel  

Die Dokumentation eines sich ändernden Raumes wird in sich selbst projiziert. Die KünstlerInnen setzen dabei aktiv die real räumlichen Objekte und dokumentierenden Elemente in Wechselbeziehung zueinander. Mauern werden zu Bildträgern, Kamera und Videoprojektoren zu raumbildenden Elementen. Sie generieren eine neue architektonische Einheit.

Video II

Franz Haider, Martina Haidvogl, Noële Ody
3.28 min

Es ist die nüchterne Schilderung einer "kleinen" Verletzung der Erzählerin, die zum einen in "Video I" als ironischen Kommentar auf das Authentische der Dokumentation mit kroatischen Untertiteln versehen ist und in Wechselbeziehung zum ersten Video in der Arbeit "Video II" mit dem selben Materials allein durch Montagetechniken ein komplett anderes Klima erzeugt.

Suite Viennoise
Zita Köver, Rania Moslam, Eva Seiler
3.30 min

Suite  

Die Idee ist, ein abgestecktes Areal (in diesem Fall begrenzt durch Apollo-Kino, Mariahilferstrasse, Schillerplatz und Naschmarkt) durch das Verfolgen von Personen sichtbar und erlebbar zu machen.
Angelehnt ist das Projekt an zwei Arbeiten von Sophie Calle, indem sie Menschen in Paris folgte, um nach einer Weltreise die Stadt wieder kennen zu lernen und in einem anderen einem Mann verkleidet nach Venedig nachreiste ("Suite Venitienne").
Im dokumentierten Folgen von Personen, wird die Vorgehensweise zentral, indem das Video mit einer Stimme unterlegt ist, die von unseren eigenen, wie auch von Sophie Calles Erfahrungen berichtet.

Trafik-Archiv
Aleksandra Aleksic, Adam Cohen, Mehmet Emir
5.30 min

trafic  

Die Trafik gegenüber dem Semperdepot ist nicht nur ein Ort, wo man Zigaretten und Zeitungen einkauft. Es ist ein Raum, wo sich Menschen begegnen und ihre Alltagsgeschichten erzählen. Es ist ein Raum wo Einsamkeit in Mitmenschlichkeit verwandelt wird. Der Trafikant Herr Svoboda, der fast sein ganzes Leben in diesem Raum verbringt, ist wie ein lebendes Archiv seiner/dieser Geschichten.

Stichzimmer / Girardigasse 10
Krzysztof Kaczmarek, Jasmin Schienegger, Bernhard Staudinger
2.15 min

Stichzimmer  

Thema des Films ist das ehemalige Freudenhaus in der Girardigasse 10, das heute als Wohnhaus dient. Mit dem Begriff "Bordell" werden bestimmte Vorstellungen und Erwartungshaltungen provoziert. Ziel war es, beide Ebenen, das heutige Wohnhaus und die Imagination eines Bordells zusammenzuführen. Dazu dienten Aufnahmen aus dem Haus und Textpassagen aus "Josefine Mutzenbacher. Die Geschichte einer Wienerischen Dirne.", Memoiren einer vermutlich fiktiven Wiener Prostituierten zu derselben Zeit als das Freudenhaus bestand.

Josef Dabernig - Hotel Roccalba

Veronika Eberhard, Christoph Kolar, Muzak
3 min

dabernig  

Ausgangspunkt konzeptioneller Überlegungen zur Dokumentation war die Ausstellung Josef Dabernigs "Hotel Roccalba" in der Galerie Andreas Huber im 6. Bezirk. Der Rhythmus des Videos, bzw Films, richtet sich nach dem Sound des Diaprojektor und bildet das Leitmotivs der sich selbst thematisierenden und dekonstruierenden Dokumentation.


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