Skip to content. Skip to navigation.
Eröffnung | 02.12.2008, 19.00 h
Ausstellungsdauer | 03.12.2008 - 05.12.2008
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, Ausstellungsraum, Demonstrationsraum

Täglich 11.00 - 18.00 h | Eintritt frei

 
© Julie Galsbo:
Returning, 2008,
Staub und Schmutz des
Museumsstaubsacks
 

Eröffnung, 02.12.2008, 19.00 h
Julie Galsbo
im Gespräch mit Andreas Spiegl, Vizerektor für Lehre und Forschung an der Akademie der bildenden Künste Wien

In ihren Installationen widmet sich Julie Galsbo Überresten des Alltagslebens wie Staub und Schmutz, wobei sie sowohl den Überresten selbst als auch den mit deren Entsorgung verbundenen Handlungen nachgeht. Ihre Arbeiten sind oft ortsspezifisch und greifen im Ausstellungsraum vorhandene Überreste auf. Sie thematisieren aber auch gesellschaftliche Probleme. In „Fountain“ wird schmutziges Aufwaschwasser vom Boden des Ausstellungsraums in einem als Trinkbrunnen dienenden Kübel recycelt. Die Arbeit beschäftigt sich also mit Reinigung als einem überall – auch in Ausstellungsräumen – notwendigen Prozess. Reinigen ist außerdem eine interessante alltägliche Verrichtung, zum einen weil es mit sozialen, ethnischen und genderspezifischen Unterscheidungen unserer Gesellschaft verbunden, zum anderen weil es mit einer Reihe psychoanalytischer Diskurse in der täglichen Abfallentsorgung gekoppelt ist. Galsbo beschäftigt sich in ihren Arbeiten aber auch mit Staub als reinem Material.

Fountain   © Julie Galsbo: Fountain, 2006
Eimer, Springbrunnenpumpe und
Aufwaschwasser, 35 x 28 x 28 cm
 

So etwa in „Returning“, einem Werk, das bloß aus dem in eine Ecke geschütteten Staub und Schmutz eines Ausstellungsraums in einem Staubsaugerbeutel besteht. Der zuvor im Ausstellungsraum vorhandene Staub kehrt an seinen Herkunftsort zurück. Staub wirbelt überall auf, aber die Komposition ist je nach seiner Herkunft verschieden. Er ist vom Wind hereingetragen oder von Menschen hinterlassen worden. Absonderungen unserer Körper erscheinen als private menschliche Spuren, welche in die Umgebung eingreifen.
(JG, EL)

Curator-in-residence 08|09: Elsy Lahner

Übersetzung: Wolfgang Astelbauer

Julie Galsbo 
Geboren 1980 in Viborg, Dänemark. Bachalaureat in Dänischer Litteratur und Sprache, seit 2005 Studium der Bildenden Kunst an der Royal Danish Academy of Fine Arts, Kopenhagen, im Studienjahr 2008/2009 Erasmus-Studentin an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Monica Bonvicini. 

Ausstellungen (Auswahl)
2008 “Oh lobster…”, Jens Nielsen og Olivia Holm Møller Museet, Holstebro, Dänemark
2007 “Autolabor”, Brandenburgischer Kunstverein, Potsdam, Deutschland | “Kunstnernes Efterårsudstilling”, Den Fri udstillingsbygning, Kopenhagen, Dänemark | “Forårsudstillingen”, Charlottenborg Kunsthal, Kopenhagen, Dänemark 
2006 “Kunstnernes Efterårsudstilling”, Den Fri udstillingsbygning, Kopenhagen, Dänemark