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Dienstag, 11.01.2005, 18.28 h, M 13
Eintritt frei
Achtzehn Achtundzwanzig | Vortrags- und Gesprächsplattform

Der Begriff und die Produktion von Software-Kunst haben sich in den letzten Jahren an der Schnittmenge von sonst fast gänzlich getrennten Bereichen gesellschaftlicher Produktion ausgebildet - jenem von Software, die ihre fast ausschließlich im Internet stattfindende Weiterentwicklung einer lebendigen Kultur der Zusammenarbeit verdankt, und der von Kunst, deren Ansätze und Strategien auch über das Internet und Ausstellungen hinaus die vielfältigen Möglichkeiten von Softwareprogrammierung nutzen. Anhand exemplarischer Projekte werden erste Einblicke in die experimentellen, interventionistischen und konzeptuellen Besonderheiten und Problematiken dieser Schnittmenge gegeben. Näher vorgestellt wird eine Arbeit von Luzius Bernhard und Liz Haas der Plattform ubermorgen.com: [V]ote-Auction (www.vote-auction.net) basiert auf Marketingstrategien und verweist durch die Verquickung von Fakt und Fiktion auf einen extrem erweiterten Materialbegriff, der u. a. internationales Recht, den Begriff von Demokratie und globale Kommunikation umfasst. Unter dem Slogan »Bringing capitalism and democrazy closer together!« wurde US-amerikanischen Wählern zur Präsidentschaftswahl 2000 (G. W. Bush vs. Al Gore) angeboten, ihre Stimme über eine Online-Auktions-Plattform zu versteigern.

ubermorgen.com

[V]ote-Auction

© Roland Icking, 2004   © Roland Icking, 2004  

Andreas Leo Findeisen
Studium u. a. von alten Sprachen, Philosophie und Komposition in Deutschland, Israel und Österreich. Stipendiat des DAAD. Seit 1996 Lehrbeauftragter, ab 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ordinariats für Kulturphilosophie und Medientheorie. Forscht und publiziert z. Zt. im Schnittbereich zwischen Medientheorie und Medienkunst. Arbeitet an einer Dissertation über die Geschichte der künstlichen Intelligenz, Plansprachenbewegungen im 19. Jahrhundert und der Free-Software-Bewegung der Gegenwart. Vorträge u.a. auf der Ars Electronica, der Transmediale Berlin und dem ReadMe-Festival für Software-Kunst. Weitere Projekte siehe www.h-a-l.net und www.seriouspop.com.

www.h-a-l.net

www.seriouspop.com

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