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Datum | 15.12.2009, 16.00 h - 18.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, M13

Vortrag im Rahmen der Vorlesung „Koloniale und postkoloniale Reisebilder“ von Christian Kravagna | Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften

 

Wie lassen sich historische rassistische Bilder beforschen, ohne deren Blickanordnungen und Positionsbestimmungen einfach zu wiederholen? Dies war die Ausgangsfrage des Ausstellungsprojektes „Bilder verkehren. Postkarten in der visuellen Kultur des deutschen Kolonialismus“, das 2005 in Hamburg realisiert wurde. Anhand von Bildpostkarten, einem neuartigen und äußerst populären visuellen Massenmedium um 1900, sollte an die Geschichte des deutschen Kolonialismus erinnert und – mit Blick auf den Konnex zwischen Repräsentationspolitiken und Rassismus – die Frage nach seinem Erbe aufgeworfen werden. Im Mittelpunkt stand der Versuch, Strategien der Visualisierung und Kontextualisierung zu erproben, auch um andere gegenwärtige Gebrauchsweisen historischer Medien und Bilder kritisch zu reflektieren. Der Vortrag stellt das Ausstellungsprojekt vor dem Hintergrund der Debatte über den Umgang mit kolonialem Bildmaterial vor und thematisiert die spezifischen Effekte der Zirkulation von kolonialen Bildwelten auf Postkarten.

Felix Axster ist Historiker und promoviert an der Universität zu Köln mit einer Arbeit über die Gebrauchsweisen kolonialer Bildpostkarten.


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