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Preisverleihung | 18.04.2012, 18.00 h
Präsentation der Arbeiten | 19.04.2012 - 22.04.2012
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Atelierhaus, Lehargasse 8, 1060 Wien, im Klassenraum für Video und Videoinstallation

Öffnungszeiten: 11.00–18.00 h, Eintritt frei

 

von links nach rechts: Carola Dertnig, Dorit Margreiter, Felicitas Thun-Hohenstein, Bernadette Anzengruber, Peter Noever, Gudrun Schreiber
Foto: Sophie Tiller

 

18.04.2012, 18.00 h:
Begrüßung: Eva Blimlinger, Rektorin
Rede in memoriam Birgit Jürgenssen:
Peter Noever, Curator Art and Architecture
Laudatio Preisträgerin: Dorit Margreiter, Künstlerin und Professorin für Video und Videoinstallation
Verleihung der Auszeichnung: Gudrun Schreiber, Kunstsektion des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, Abt. V/1 Fotografie, Video- und Medienkunst

Als Lehrende und als Mitglied diverser akademischer Gremien war Birgit Jürgenssen der Akademie der bildenden Künste Wien in besonderer Weise verbunden und bestimmte die Entwicklung des Hauses über Jahrzehnte entscheidend mit. Seit den frühen 80er Jahren war sie am Aufbau einer spartenübergreifenden Arbeitsplattform (Zwischenbereich Malerei/Fotografie) im Rahmen der Meisterschule Arnulf Rainer und später der Klasse Peter Kogler beteiligt, wobei ihr bis zu ihrem frühen Tod der Umgang und der Kontakt mit den Studierenden im Rahmen ihrer Lehre ein zentrales Anliegen blieb.

Kurz bevor sie verstarb, erhielt Jürgenssen für ihre künstlerische Arbeit, deren Ansatz - weit über die Grenzen eines Mediums hinaus - so verschiedene Ausdrucksformen wie Zeich-nung, Performance, Fotografie, Video und Objekte beinhaltet, den Würdigungspreis für Fotografie des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur zuerkannt. Der Preisverleihung konnte sie persönlich nicht mehr beiwohnen und es ist dem Wunsch ihres Lebensgefährten Hubert Winter zu verdanken, dass der ihr zugesprochene Geldbetrag von EUR 11.000 als Preis für Studierende der Akademie der bildenden Künste Wien gestiftet wurde.

Laut einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, der Akademie der bildenden Künste Wien und Herrn Hubert Winter wird somit heuer zum neunten Mal der Birgit-Jürgenssen-Preis im Gedenken an die Künstlerin in der Höhe von EUR 3.000 vergeben. Der Preis wird jährlich an eine Studentin oder einen Studenten der Akademie der bildenden Künste Wien für ihre/seine Arbeit im medialen Bereich verliehen, insbesondere unter Bedachtnahme auf Werke der künstlerischen Fotografie, der Video- oder (digitalen) Medienkunst.

stage   Bernadette Anzengruber, DORIS, 2012  

Die Jury, bestehend aus Carola Dertnig, Dorit Margreiter, Peter Noever und Felicitas Thun-Hohenstein, hat den Birgit-Jürgenssen-Preis 2012 einstimmig Bernadette Anzengruber zuerkannt.
Sie zeichnet damit eine Künstlerin aus, deren Arbeit eine komplexe Verknüpfung aus  theoretischer Überlegung, medienspezifischer Analyse und performativer Aneignungsmodi darstellt. Ausgangspunkt für ihren Werkbegriff ist dabei immer wieder die Live Performance, diese wird jedoch als vielschichtiger künstlerischer Prozess verstanden und als solcher dekonstruiert.
So nimmt die Arbeit Doris eine Figur aus dem bekannten Film Fame zum Anlass, um über performative Strukturen im Medium Film zu sprechen und erläutert die Möglichkeit durch Verschiebung einer vorgegebenen Erzählung zu einer selbstermächtigenden Handlung zu gelangen.
Auch in anderen Arbeiten und Performances wie etwa in Happy Birthday, Ms Monroe werden gesamte Lebensgeschichten umgeschrieben und die Protagonistin zur selbstbestimmten Akteurin ihrer Biografie. Hier bietet die gesellschaftliche Geschichts-wahrnehmung und dessen Mediatisierung Material für die Auseinandersetzung mit einer alternativen Erzählstruktur.

Portrait Anzengruber   Bernadette Anzengruber,
Porträtfoto aus Doris, 2012
Foto: Diego Mosca
 

Bernadette Anzengruber, geboren 1980, lebt und arbeitet in Wien, studiert Bildende Kunst (Abstrakte Malerei und Performative Kunst, aktuell Video und Videoinstallation) an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der University of Greenwich und der Kingston University, London. Sie arbeitet vorwiegend in den Bereichen Performance, Video, Installation und Text; zahlreiche internationale Auftritte; Veranstalterpreis des Internationalen Video Festivals Bochum.

Birgit-Jürgenssen-Preisträger 2004: Pirmin Blum
Birgit-Jürgenssen-Preisträgerin 2005: Marlene Haring
Birgit-Jürgenssen-Preisträger 2006: Andreas Duscha
Birgit-Jürgenssen-Preisträger 2007: Björn Kämmerer
Birgit-Jürgenssen-Preisträgerin 2008: Ulrike Köppinger
Birgit-Jürgenssen-Preisträgerin 2009: Susanne Miggitsch
Birgit-Jürgenssen-Preisträgerin 2010: Nathalie Koger
Birgit-Jürgenssen-Preisträgerin 2011: Toni Schmale


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