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Date | 03.12.2012, 14.00 h - 16.00 h
Venue | Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, Aktzeichensaal (S05a)

Vortrag über strukturelle Aspekte und mögliche Lösungsansätze von Vlatka Frketic und Andras Goerg. Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen in der Reihe "Die Akademie ist keine Insel".

 

Der Vortrag wird sich auf vier Themenkomplexe konzentrieren:

  • Mobbing begreifen
  • Was Mobbing nicht ist
  • Mobbingprävention
  • Interventionsmöglichkeiten

Mobbing begreifen

Gesellschaftliche und organisatorische Momente erhöhen den strukturellen Druck auf Teams. Konflikte können immer seltener konstruktiv gelöst werden, weil die Lösungsmöglichkeiten den unmittelbar Beteiligten entzogen sind. Ungelöste Konflikte schwelen dahin, oder eskalieren lösungslos. Die Aggression im Team steigt. Die Konfliktaustragung verschiebt sich zunehmend in den destruktiven Bereich. Angriffe werden persönlich und wiederholen sich laufend in den verschiedensten Formen. Es geht nicht mehr um Konfliktlösung sondern darum, das Gegenüber loszuwerden. Eingespielte Mobbingdynamiken wiederholen sich mit wechselnder Besetzung.

Was Mobbing nicht ist

Mobbing ist kein psychologisches Problem krankhaft aggressiver Persönlichkeiten. Wenn jemand solches Verhalten im Betrieb zeigt, müsste das Management eingreifen, lange bevor von Mobbing gesprochen werden kann.

Mobbing ist nicht allein ein Managementfehler. Das Management kann viel gegen Mobbing unternehmen. Aber in manchen Branchen ist der Druck von Außen so groß, oder die Prozesse sind so komplex und problembehaftet (z. B. Fusionen), dass auch unter dem besten Management Mobbing vorkommen kann.

Mobbingprävention

Die Handlungsmöglichkeiten beginnen mit Information verbreiten, Diskurs einführen und somit ein kollektives Bewusstsein für die Problemlagen zu schaffen. Zentral für Mobbingprävention ist eine proaktive Minderung des Mobbingrisikos. Dies kann durch Transparenz, etwa von Organisations- und Entscheidungsstrukturen, gefördert werden, durch die Stärkung der Kommunikations- und Konfliktkultur. Nicht zuletzt müssen auch Interventionsstrukturen aufgebaut werden, um zur Institutionalisierung von Anti-Mobbing beizutragen.

Interventionsmöglichkeiten

Last but not least, sollen Interventionsmöglichkeiten skizziert werden, um Handlungsalternativen aufzuzeigen und die Fragen zu erörtern, was die Organisation angesichts eines Mobbingfalls unternehmen kann und was den Betroffenen geraten werden kann.