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Datum | 20.06.2017, 18.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Atelierhaus, Lehargasse 6, 1060 Wien, Prospekthof

Eine Veranstaltung des Netzwerks für Frauenförderung.

 

Inwieweit hat die Erfindung der Pornografie mit früheren Formen erotischer Kunst gebrochen? Warum entstanden pornografische Bilder gerade im Zusammenhang mit der Entwicklung der Moderne? Viele Wissenschafter_innen sehen in der Erfindung der Pornografie lediglich eine Erweiterung der immer größer werdenden Wahrhaftigkeit technisch-visueller Repräsentation. Linda Williams hält dagegen, dass die Entwicklung von Techniken zur Zuschauer_innen-Erregung weniger das Resultat zunehmender fotografischer Wahrhaftigkeit war, sondern eine Folge der Neudefinition des technischen Blickes an sich. Das Sichtbare wurde nämlich selbst, so Williams, zur irrationalen Erregung der Sinne; eine Erregung, die nicht mehr Bezug zu einem Referenten hat.

Linda Williams (*1946) ist eine US-amerikanische Filmwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für Film & Media and Rhetoric an der University of California, Berkeley.


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