Skip to content. Skip to navigation.
]a[
Datum | 19.03.2019, 18.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Augasse 2–6, 1090 Wien, Aula, A1.4.10

Einführungsvortrag von Anka Ptaszkowska zum Projekt Principle of Equality – Open Studio von Adam Szymczyk an der Akademie. Anschließendes Gespräch mit Adam Szymczyk (in Französisch und Polnisch, Simultanübersetzung Englisch).

Das Projekt wird in Kooperation mit der Kontakt Collection und ERSTE Stiftung realisiert.

 

Adam Szymczyk, Anka Ptaszkowska and Daniel Buren among the guests at the opening of Buren Stażewski Krasiński - Wspólna historia/Common History 1970 - 1994 at the Instytut Awangardy in Warsaw, Photo: Anna Zaradny, MAGIC, 2018 © Foksal Gallery Foundation

 

Die Akademie der bildenden Künste Wien freut sich Adam Szymczyk als Lehrenden und Initiator des Projekts Principle of Equality – Open Studio begrüßen zu dürfen. Das 2-semestrige Programm, das am Institut für bildende Kunst angesiedelt ist, erprobt unterschiedliche Formen und Formate studentischer Partizipation. Neben einem öffentlichen Einführungsvortrag, wird das Projekt aus einer Reihe von Gesprächen und Lectures sowie einer Studienreise und einer abschließenden Ausstellung als Ergebnis der Gruppenaktivitäten im Herbst 2019 bestehen.

Principle of Equality – Offenes Studio

„Gleichheitsgrundsatz“ ist ein Begriff, den Anka Ptaszkowska, eine universal gebildete Kuratorin, Autorin, Übersetzerin und Aktivistin im Bereich der Philosophie, als Leitgedanken ihres Seminars an der École des Beaux Arts de Caen in Frankreich, wo sie von 1980 bis 1990 lehrte, geprägt hat. Das Programm für die Akademie der bildenden Künste Wien 2019 bewegt sich entlang der politischen Linien, die ihrem Text und ihrem vielschichtigen Tätigkeitsfeld eingeschrieben sind.

Intuitiv gesprochen ist Gleichheit eine Zwillingsschwester der Freiheit Das Verkünden des Gleichheitsgrundsatzes in einer Ausbildungseinrichtung gibt den Ton für dieses Programm an und nimmt nicht sein Ergebnis vorweg. Es eröffnet vielmehr einen Raum für ungehinderte, individuelle oder kollektive Praxis, abhängig von den jeweiligen Teilnehmer_innen. Das Augenmerk liegt darauf, zuzuhören und gehört zu werden ‒ also auf den beiden Seinsweisen, die sich in jener Wechselseitigkeit spiegeln und gespiegelt werden, die zwischen den Figuren von Sprecher_in/Empfänger_in (Moyra Daveys „Speaker“ und „Receiver“), Autor_in/ Leser_in, Künstler_in/Betrachter_in bestehen. An einem bestimmten Punkt des Prozesses werden diese Unterscheidungen und die damit einhergehenden Hierarchien aufgehoben, um einer neuen Beziehung zwischen Gleichen Platz zu machen.

Adam Szymczyk war künstlerischer Leiter der documenta 14 in Athen und Kassel, 2017. 1997 war er Mitbegründer der „Stiftung Galerie Foksal“ in Warschau. Von 2004 bis 2007 war er Direktor der Kunsthalle Basel. 2008 kuratierte er gemeinsam mit Elena Filipovic die 5. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst Wenn Dinge keine Schatten werfen. Er gehört dem Vorstand des Museums für moderne Kunst in Warschau und dem Beirat von Kontakt, der Kunstsammlung der Erste Group und ERSTE Stiftung in Wien, an. 2011 wurde er in der Menil-Stiftung in Houston für seine kuratorischen Leistungen mit dem Walter-Hopps-Preis ausgezeichnet.

Anka Ptaszkowska (* 1935) ist weder nur Kunsthistorikerin noch Kunstkritikerin, sondern eine Universalistin mit breitem Wirkungsfeld. Wohnhaft in Paris. Von 1966–1970 arbeitete sie mit der Galerie Krzywe Kolo in Warschau. Sie war Redakteurin der polnischen Kunstzeitschriften Struktury und Wiadomosci Plastyczne, sowie Gründerin und Co-Direktorin der Galerie Foksal in Warschau. Ab 1973 leitete sie die Galerie 1–36 und die Vitrine pour l'art actuel (1977–1980) in Paris. Ptaszkowska organisierte zahlreiche Ausstellungen und internationale Austauschprojekte, wie Échange Entre Artistes, Pologne – USA, Experience Muséographique, Henryk Stazewski. Von 1984 bis 2003 war sie Professorin für Kunstgeschichte und Kultur an der École des Beaux-Arts in Caen. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen über moderne Kunst, insbesondere einer Monographie über Henryk Stazewski und einer Reihe von Artikeln über Tadeusz Kantor; Artikel und Veröffentlichungen über französische und internationale moderne Kunst; Essays über polnische und russische zeitgenössische Kunst für Art Press; Mitautorin von Kantor à la Galerie Foksal, Galeria Foksal, Warschau. Übersetzungen umfassen Guy Debords La Société du Spectacle, Slowo / Obraz Terytoria Danzig. Derzeit organisiert sie Soirées privées im ehemaligen Atelier von Eustachy Kossakowski in Paris.


Permalink