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1688    Peter Strudel, Hof- und Kammermaler Kaiser Leopolds I., eröffnet eine private Akademie.

1692    Erste urkundliche Anerkennung der Akademie durch das Kaiserhaus, die damit die älteste Kunsthochschule Mitteleuropas ist; der Unterricht findet im Privathaus Peter Strudels nahe der Währinger Straße statt.

1714    Der Tod Peter Strudels bedeutet das vorläufige Ende dieser Akademie.

1726    Unter Kaiser Karl VI. Neugründung der nun öffentlichen kaiserlichen Hofakademie mit dem Kammermaler Jacob van Schuppen als neuem Präfekten. Quartier ist van Schuppens Wohnung in der Kärntner Straße. Unterricht in Malerei, Bildhauerei, Architektur und Kupferstecherkunst.

1731­–1759    Wechselnde Quartiere vorwiegend im ersten Bezirk.

1756    Unter dem Rektorat Paul Trogers kommt es zu 217 Neuinskribierungen, was einen Höhepunkt der Schülerzahlen darstellt.

1759    Unterbringung der Hofakademie im Gebäude der alten Universität ­– der heutigen Akademie der Wissenschaften.

1766    Unter Maria Theresia Gründung einer Kupferstecherschule durch den Kupferstecher Jakob Mathias Schmutzer.  Diese k. k. Kupferstecherakademie in der Annagasse steht schon bald in Konkurrenz zur Hof-Akademie.

1772    Vereinigung aller bestehenden Kunstlehranstalten durch Staatskanzler Wenzel Anton Fürst Kaunitz zur „k.k.freyen, vereinigten Akademie der bildenden Künste“: Es sind dies die k.k. Hof-Akademie der Maler, Bildhauer und Baukunst, die k.k. Kupferstecherakademie sowie die Graveur- bzw. Erzverschneiderschule, später auch die Commerzialzeichenschule.

1773    Erste urkundliche Erwähnung der Bibliothek, zu der bis 2003 auch das Kupferstichkabinett gehörte.

1783    Verordnung Josephs II.: Handwerker müssen die Meisterprüfung an der Akademie ablegen und ihr Meisterstück vorlegen. Der Zeichenunterricht aller Normalschulen wird der Oberaufsicht der Akademie unterstellt, die auch die Kandidaten für Zeichenlehrerstellen vorschlägt.

1786    Übersiedlung der Akademie in das sogenannte St.-Anna-Gebäude in der Annagasse. Veranstaltung öffentlicher Kunstausstellungen.

1800    Oberaufsicht über die Akademie unterliegt einem kaiserlichen „Curator“.

1810–1848    Staatskanzler Clemens Wenzel von Metternich ist Curator der Akademie.

1812    Die Akademie wird oberste Kunstbehörde mit zahlreichen Privilegien.

1822    Ein Legat von Graf Anton Lamberg-Sprinzenstein bildet den Grundstock für die Gemäldegalerie: vorwiegend Werke von Rubens, Van Dyck und Niederländern des 17. Jahrhunderts.

1829    Bestellung Georg Ferdinand Waldmüllers zum 1. Kustos der Gemäldegalerie.

1848    Revolution ­­–  teilweise Schließung der Akademie.

1850    Die Akademie ist nicht mehr oberste Kunstbehörde, sondern eine Kunstschule, die unmittelbar dem Unterrichtsministerium unterstellt ist.

1871    Genehmigung des Neubaus am Schillerplatz nach Plänen von Theophil Hansen.

1872    Hochschulstatut von Kaiser Franz Joseph I.: Die Akademie wird Hochschule unter einem gewählten Rektor und einem Professorenkollegium. Die kunsthandwerklichen Fächer werden nicht mehr an der Akademie unterrichtet.

1877    Feierliche Eröffnung des Neubaus in Anwesenheit Kaiser Franz Josephs I. Die künstlerische Ausgestaltung der Innenräume, u. a. von Anselm Feuerbach, dauert bis 1892.

1920/21    Zulassung von Frauen zum Akademiestudium.

1935    Einrichtung einer Fachschule für Konservierung und Technologie.

1936    Einrichtung einer Meisterschule für szenische Kunst.

1938    Sofort nach dem „Anschluss“ wird eine kommissarische Leitung bestellt; es folgen „Säuberungen“ des Lehrkörpers und des Verwaltungspersonals; zahlreiche Studierende werden vom Studium ausgeschlossen.

1940    Einführung eines Diplomstudiums für alle Fächer.

1941    Einrichtung einer Meisterschule für Kunsterziehung.

1944 –1945    Im schwer beschädigten Gebäude am Schillerplatz wird im April 1945 unter dem provisorischen Rektor Herbert Boeckl der Unterricht wieder aufgenommen.

1955    Akademie-Organisationsgesetz: Wissenschaftliche Institute ergänzen die Lehre an den Meisterschulen.

1996    Das Semperdepot (erbaut zwischen 1874 und 1877 von Gottfried Semper und Carl Hasenauer als k.k. Hoftheater-Kulissendepot) wird von Rektor Carl Pruscha revitalisiert und künftig als Atelierhaus für die Akademie nutzbar gemacht.

1998    Kunsthochschul-Organisationsgesetz: Die Akademie wird Universität unter Beibehaltung ihres Namens „Akademie der bildenden Künste Wien“.

2002    Universitäts-Organisationgesetz 2002: Vollrechtsfähigkeit. Rektor, Vizerektoren, akademischer Senat und Universitätsrat leiten die Akademie.

2005    Der Entwicklungsplan des Rektors Stephan Schmidt-Wulffen, der eine Neustrukturierung der Studien hin zu einem dreistufigen Bakkalaureat/Magister/Doktorat-System vorsieht, wird vom Universitätsrat genehmigt.

2010 Einrichtung des Doktoratsstudiums „Doctor of Philosophy (PhD) in Practice“.

2011–2019   Eva Blimlinger amtiert als erste weibliche Rektorin in der Geschichte der Akademie, gemeinsam mit den Vizerektorinnen Andrea B. Braidt und Karin Riegler.

2017 Beginn der Generalsanierung des Akademiegebäudes am Schillerplatz.

2019 Bestellung Johan F. Hartles zum Rektor.


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