Skip to content. Skip to navigation.

Am 06.12.2016 wurde der Akademie der bildenden Künste Wien ein Diversitas-Preis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) für das Projekt Non-Binary Universities. Maßnahmen zur Stärkung der Geschlechter-Diversität an Universitäten in Österreich zuerkannt.

Das erklärte Ziel des Projektes war es, Strategien zu entwickeln, welche die geschlechtliche Vielfalt von Menschen an Universitäten – und darüber hinaus – anerkennen helfen. „Non-Binary Universities“ will mit dem analytischen Aufbrechen der Geschlechterbinarität keinen Widerspruch zur Frauenförderung herstellen, sondern – ganz im Gegenteil – einer besseren Abbildung der sozialen Realität von Geschlecht(ern) gerecht werden und einen Diskurs zum Abbau potentieller sex/gender Diskriminierung einleiten.

Als leitende Idee für die Maßnahmenentwicklung wurde versucht, möglichst verschiedene „Kulturen“ österreichischer Universitäten zu berücksichtigen. Die im Projekt entwickelten Instrumente verstehen sich als Entwicklungsgrundlage, die standortbezogen adaptiert werden können – und auch im Kommunikationsprozess mit den Forschenden, Künstler_innen, Lehrenden und Mitarbeiter_innen der Verwaltung adaptiert werden sollen. Im Sinne des Wissenstransfers sind sie als Anregungen zum Abbau von strukturellen Diskriminierungen und bürokratischen Hürden für alle Universitäten und Hochschulen zu verstehen.

Projektlaufzeit: 01.01.2017 – 31.12.2018

Das Projekt Non-Binary Universities wurde unter Beteiligung von künstlerisch-wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen, Betriebsrät_innen, allgemeinem Universitätspersonal, dem Arbeitskreis für Gleichbehandlung, Studierendenvertreter_innen, Vertreter_innen von ÖH und NAGEH in mehreren intensiv tagenden Arbeitsgruppen umgesetzt.

Ein interuniversitär zusammengesetzter wissenschaftlicher Beirat begleitete das Projekt und gewährleistete, dass unterschiedliche Universitätskulturen und -logiken sowie Expert_innenwissen in das Projekt einfließen konnten.

Das Projekt macht Diskriminierungspotentiale sichtbar, mit denen inter*, trans und nicht-binäre Personen (Studierende, Mitarbeiter_innen, Besucher_innen, Bewerber_innen) im Studien- und Arbeitsalltag konfrontiert werden/sind.

Die Möglichkeiten der Ungleichbehandlung finden sich beispielsweise bei der

  • räumlichen Ausstattung (Stichwort: Toilettenanlagen),
  • in den Aufnahmeverfahren von Studierenden (Stichwort: Studienevidenz) und Mitarbeiter_innen (Stichwort: Arbeitsverträge) ebenso wie
  • in den Inhalten von Forschung, Entwicklung und Erschließung der Künste und Lehre (Stichwort: geschlechterreflexives Forschen und Lehren) oder
  • in der alltäglichen Kommunikation (Stichwort: Sprache).

Für diese Handlungsfelder wurden konkrete Maßnahmen entwickelt. Die Ergebnisse werden in zwei Broschüren veröffentlicht:

  • Vademekum zur Erreichung einer geschlechtergerechteren Hochschule
  • trans. inter*. nicht-binär.  Lehr- und Lernräume an Hochschulen gestalten.

Das Projektteam setzte sich aus einem Kernteam und einem wissenschaftlichen Beirat zusammen.

Kernteam

  • Anna Lena Janowiak (Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen)
  • Julia Wieger (Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen)
  • Doris Guth (bis 5. November 2017, Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen)
  • Marion Thuswald (ab 6. November 2017, Institut für das künstlerische Lehramt, nominiert für das Kernteam durch den Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen)
  • Jakob Lena Knebl (Betriebsrat für das künstlerisch-wissenschaftl. Personal)
  • Dunja Reithner (Betriebsrat für das allgemeine Personal)
  • Evelyn Malek (bis 12.01.2018, Personalabteilung)
  • Annina Müller Strassnig (Kunst | Forschung | Support)
  • Denise Beer (Koordinationsstelle Frauenförderung | Geschlechterforschung | Diversität, Projektleitung)
  • Barbara Wildling (bis 03.2017, ÖH)
  • Elis Eder (ab 03.2017, ÖH, Nachfolge von Barbara Wildling im queer_feministischten Referat der ÖH der Akademie der bildenden Künste, ab 24. Jänner als Mitglied von NaGeH dabei)
  • Leander Gussmann (ab 3. April 2017, ÖH)
  • Noah Rieser (ab 6. November 2017, ÖH)

Wissenschaftlicher Beirat

  • Sylwia Bukowska (Universität Wien, Leiterin der Abteilung „Gleichstellung und Diversität“, Mitglied der Genderplattform)
  • Renate Dworczak (Vizerektorin für Personal, Personalentwicklung und Gleichstellung der Universität Graz, Vorsitzende Gender Task Force |uniko)
  • Eva Fels (TransX)
  • Edith Gössnitzer (Universität Graz, Vorsitzende der ARGE GLUNA)
  • Josef Leidenfrost (Hochschulombudsmann, BMWFW)
  • Eva Matt (Plattform Intersex)
  • Gerda Müller (Vizerektorin für Oraganisationsentwicklung, Gender & Diversity, Universität für Musik und darstellende Künste Wien)
  • Gin Müller (QueerBase/ Rosa Lila Villa; Akademie der bildenden Künste Wien)
  • Tinou Ponzer (VIMÖ – Verein intergeschlechtlicher Menschen Österreich)
  • Denise Beer (Akademie der bildenden Künste Wien, Projektleitung) - Begleitung und Protokoll
  • Andrea B. Braidt (bis Oktober 2019 Vizerektorin Akademie der bildenden Künste Wien) - Leitung

Permalink