Skip to content. Skip to navigation.

28.09.2009

Ihre allererste Einzelausstellung hatte sie 1993 in der Innsbrucker Andechsgalerie. Und nicht nur die Oma war mächtig stolz, wie Carola Dertnig lächelnd erzählt. Eine Hommage an ihre Großmutter, die ab den 1950er Jahren bis ins hohe Alter hinein eine Frühstückspension in Seefeld betrieben hat, ist die Arbeit "Love-Age" aus Dertnigs "Seefeld-Trilogie", in der sich Dertnig mit kritischem Blick mit jenem Ort auseinandersetzt, in dem sie einen Teil ihrer Kindheit verbrachte. Dertnig wurde 1963 in Innsbruck geboren, übersiedelte später nach Wien, wo ihre Mutter das Künstlerlokal "Vanilla" führte. Dertnig studierte an der Angewandten in Wien, nahm an Studienprogrammen in Paris und New York teil und unterrichtet heute an der Akademie der Bildenden Künste "Performative Kunst". Als Künstlerin, die sich in Videos, Texten, Bildern und Live-Aktionen mit der Rolle der Frau ebenso wie mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinandersetzt und mit feinem Humor Gegenentwürfe zum scheinbar Bekannten erschafft, wurde sie gerade in den letzten Jahren mehr und mehr gewürdigt - sowohl in Ausstellungen als auch mit Preisen. 2008 wurde Dertnig in Salzburg als Erste mit dem neu gegründeten Teresa Bulgarini Preis ausgezeichnet, jetzt auch mit dem Tiroler Landespreis für zeitgenössische Kunst.