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30.09.2009

Professuren neu
 
Ans Institut für bildende Kunst wurde für den Bereich Objekt-Bildhauerei Pavel Althamer für zwei Jahre berufen. Der Vertrag von Professor Erwin Bohatsch, Leiter des Ordinariats für abstrakte Malerei, ist verlängert worden.
 
Am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften wird Ruth Sonderegger, die letztes Jahr für das Ordinariat Philosophie und ästhetische Theorie an die Akademie berufen wurde, ab kommendem Semester ihre Lehrtätigkeit aufnehmen. Der Vertrag von Sabeth Buchmann, Professorin für Kunstgeschichte der Moderne und Nachmoderne, ist verlängert worden. Für ein Gastsemester konnte eine der international führenden zeitgenössischen und feministischen Kunsthistorikerinnen, Abigail Solomon-Godeau, gewonnen werden.
 
Die von der Stadt Wien finanzierte und vom Roland Rainer Komitee initiierte "Roland-Rainer“ Stiftungsprofessur für Architekturentwurf  wird an der Akademie ab dem Wintersemester 09|10 die Architekturausbildung drei Jahre lang um eine weitere Stelle bereichern. Für ein Jahr wurde bereits im Sommer Peter Trummer berufen, der nun an der Akademie seine Tätigkeit aufnehmen wird. Als Architekturtheoretikerin konnte für die Plattform "Geschichte, Theorie, Kritik" Angelika Schnell für drei Jahre und für die Plattform "Ökologie, Nachhaltigkeit, kulturelles Erbe“ Hiromi Hosoya für ein Jahr ans Institut für Kunst und Architektur verpflichtet werden.

Biografien:

Pawel Althamer
Pawel Althamer, geboren 1967 in Warschau/Polen, verbindet in seinem Schaffen Aspekte der klassischen Bildhauerei mit installativen und sozialen Elementen. Oftmals bindet er dabei aus dem Alltag vertraute Situationen in neue Kontexte ein, um Bedeutungsverschiebungen zu erzielen. Das Bonnefantenmuseum in Maastricht ehrte den Künstler 2004 mit dem „Vincent van Gogh Bi-annual Award for Contemporary Art in Europe”. Zu seinen jüngsten Projekten und Einzellausstellungen zählen Au Centre Pompidou im Centre Pompidou (2006) sowie Black Market bei Neugerriemenschneider (2007) in Berlin. Derzeit präsentiert die Wiener Secession noch bis 21.06.2009 „Pawel Althamer und Andere“. Althamer war Teilnehmer an einer Vielzahl international renommierter Gruppenausstellungen wie der documenta X (1997) in Kassel, der Manifesta 3 (2000) in Ljubljana, der 50. Biennale in Venedig (2003) und der 4. Berlin Biennale (2006) sowie der Skulptur Projekte Münster (2007).

Erwin Bohatsch

geboren 1951 in Mürzzuschlag/Steiermark, gehört mit Hubert Scheibl und Herbert Brandl zu jener international bedeutsamen Generation von Künstlern, die ein neues Paradigma der abstrakten Malerei etablieren konnten. Lasierend übereinander geschichtete Farben, organisch anmutende Rinnspuren, und mit einer Spachtel abgezogene Farbstege kennzeichnen sein malerisches Repertoire. Otto Mauer-Preisträger (1983), Preis der Stadt Wien (1996). Jüngste Einzelausstellungen: Die äußeren Ränder, Galerie Patrick Ebensperger, Graz (2009); Charim Galerie, Wien (2009); Oeuvres récentes, Galerie Vidal-Saint Phalle, Paris (2008);  black and white, Galerie Bleich-Rossi, Graz (2006), Verläufe/Gradients, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz (2006), Museum Moderner Kunst Passau – Stiftung Wörlen (2006), Intuition und Form. Erwin Bohatsch – Adrian Schiess, Sammlung Ploner, Wien (2006), Strömung/Current. Erwin Bohatsch - Manfred Wakolbinger, Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg (2006)

Sabeth Buchmann
ist Kunsthistorikerin und  -kritikerin. Regelmäßige Veröffentlichungen in Aufsatzbänden,  Ausstellungskatalogen und Kunstzeitschriften. Beiratsmitglied der Zeitschrift  "Texte zur Kunst"; Hg. m. Helmut  Draxler, Clemens Krümmel und Susanne Leeb: “Polypen”– eine Buchreihe zu  Kunstkritik und politischer Theorie. Seit 1997  Lehraufträge, Assistenzen, Gast- und Vertretungsprofessuren an verschiedenen  Akademien und Universitäten, seit März 2004 Professorin für Kunstgeschichte  der Moderne und Nachmoderne an der Akademie der bildender Künste Wien; seit  2005 Vorstand des Instituts für Kunst- und Kulturwissenschaften. 2004-06 Forschungsprojekt zu  “Avantgarde, Film und Biopolitik” an der  Jan-van-Eyck-Akademie (gemeinsam mit Helmut Draxler und Stephan Geene). Die  hieraus entstandene, gleichnamige Publikation ist soeben in der Schriftenreihe  der Akademie der bildenden Künste Wien in Kooperation mit Schlebrügge Editor,  2009 erschienen.

Søren Grammel 
geboren 1971 in Burgwedl/Deutschland, kuratierte zahlreiche Ausstellungen für Räume der Gegenwartskunst (Kunstverein München, Frankfurter Kunstverein, Galeria Arsenal in Bialystock, Polen, u.a.) und ist seit 2005 künstlerischer Leiter des Grazer Kunstvereins. Ausstellungen u.a. „Eine Person allein in einem Raum mit Coca-Cola-farbenen Wänden“, „Idealismusstudio“, „Never for money, always for love“, "Es ist schwer das Reale zu berühren" oder „traurig sicher, im Training“, „Die Blaue Blume“. 2005 hat er das Theorie-Buch "Ausstellungsautorschaft", Frankfurt am Main, veröffentlicht. Er lehrte an der Kunsthochschule Kassel  (Vorlesungsreihe „Kuratorisches Handeln“) und gab Seminare an der Art Academy Umea und an der Kunstakademie München.

Hiromi Hosoya
unterrichtet an der Cornell University in Ithaka, NY und am Berlage Institute in Rotterdam. SS 06|07 Lehrtätigkeit für Entwurf, Schwerpunkt Stadtpalnungan am Institut für Kunst und Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien. 2003 gemeinsam mit Markus Schäfer Gründung des Züricher Studios für Architekturdesign, -strategie und -forschung HOSOYA SCHAEFER. Eingebunden in ein internationales Netzwerk von MitarbeiterInnen, beteiligt sich das Büro an der Planung und Realisierung von Gebäuden, multimedialen Installationen, strategischer Planung und Beratung. Das Studio repräsentiert eine Avantgarde der visuellen Informationsvermittlung: Zusammenhänge werden grafisch so erarbeitet, dass neue Denkmuster entstehen können, nicht mehr nur in Hinblick auf die historisch gewachsene direkte Umwelt sondern auch auf den stetig sich ändernden Kontext globaler Faktoren.

Gülsün Karamustafa
geboren 1946 in Ankara/Türkei, studierte an der Staatlichen Kunstakademie in Istanbul. Gülsün Karamustafa analysiert in ihren installativen und filmischen Arbeiten historische und soziale Zusammenhänge. Sie thematisiert Migration, die Rolle der Frau in der türkischen Gesellschaft, gesellschaftspolitische Entwicklungen und Phänomene und stellt die Frage nach Identität als Folge ideologischer und psychologischer Prozesse. Sie war 1987, 1992, 1995 Teilnehmerin an der 2., 3. und 4. Istanbul Biennale, 2000 an der 3. Kwangju Biennale, 2003 an der 8. Havanna und 3. Cetinje Biennale, 2004 an der 1. Sevilla Biennale und 2008 an der 2. Guangshou Triennale und der 11. Kairo Biennale. Jüngste Einzelausstellungen: 2008 Kunstmuseum/Bonn, Salzburger Kunstverein/Salzburg.

Angelika Schnell
Angelika Schnell ist Architekturtheoretikerin, Redakteurin und Autorin architekturwissenschaftlicher Themen. Von 2002 bis 2006 war sie Künstlerische Assistentin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart am Lehrstuhl Architekturgeschichte und Architekturtheorie (Prof. Sokratis Georgiadis), seit dem Wintersemester 2006/07 lehrt sie Architekturtheorie an der Universität Innsbruck. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf Architektur und Städtebau des 20. Jahrhunderts, auf dem Verhältnis von Medien zu Architektur, auf dem Transparenzbegriff, auf dem postmodernen Städtebau im Zusammenhang mit anderen Disziplinen wie z.B. Gedächtnis- und Geschichtswissenschaften, Psychoanalyse und Literaturwissenschaften.

Abigail Solomon-Godeau
ist eine der international führenden zeitgenössischen und feministischen Kunsthistorikerinnen, Kuratorin und derzeit Professorin für Kunstgeschichte an der University of California, Santa Barbara. Sie publiziert und lehrt über Postmoderne, Fotografie und Feminismus. Publikationen u.a.: „Photography at the Dock, Essays on Photographic History, Institutions, and Practices“,University of Minnesota Press: 1991; „Male Trouble: A Crisis in Representation, on the imagery of masculinity in French neoclassicism”, Thames & Hudson: 1997; „The Face of Difference: Gender, Race and the Politics of Self-Representation“ Duke University Press: erscheint demnächst. Ihre Aufsätze werden regelmäßig in Kunstzeitschriften wie Art in America, Artforum, The Art Journal, Afterimage, Camera Obscura, October, Screen publiziert.

Ruth Sonderegger
geboren 1967 in Bludenz/Vorarlberg, studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Innsbruck, Konstanz und Berlin und promovierte 1998 an der Freien Universität Berlin. Seit 2001 ist sie als Associate Professorin am Philosophischen Institut der Universiteit van Amsterdam tätig, wo sie seit 2008 das Ordinariat für »Metaphysik und ihre Geschichte« leitet. Publikationen u.a.: „Für eine Ästhetik des Spiels. Hermeneutik, Dekonstruktion und der Eigensinn der Kunst“, Suhrkamp: 2000; „Falsche Gegensätze. Zeitgenössische Positionen zur Ästhetik“ (hg. mit Andrea Kern), Suhrkamp: 2002; „Golden Years - Queere Subkultur zwischen 1959 und 1974“ (Mitherausgeberin u.a.), Edition Camera Austria 2006. Erschienen sind außerdem zahlreiche wissenschaftliche Beiträge, Artikel und Rezensionen. Sondereggers Forschungsinteressen gelten sowohl der Geschichte der Philosophie als auch der philosophischen Kunst- und Kulturtheorie sowie in letzter Zeit auch verstärkt der sozialen und politischen Philosophie.

Peter Trummer
geboren 1964 in Graz/Steiermark, ist  Architekt, Forscher und international renommierter Theoretiker, lebt und arbeitet in Amsterdam. Er ist Head of the Associative Design Research Program am Berlage Institute in Rotterdam und Phd-Kandidat zum Thema “Popultationsdenken in der Architektur” an der TU-Delft (NL). Sein Master-Diplom erlangte er 1994 an der Technischen Universität Graz bei Günther Domenig, sein Postgraduate Master Degree in Architektur und Städtebau 1997 am Berlage Institute (NL). Tätigkeit als selbständiger Architekt und Projektarbeit gemeinsam mit UN Studio und Offshore Architects. Wissenschaftliche Lehrtätigkeit ab 2005 u.a. als Gastprofessor an der Akademie der Künste, Nürnberg am Sci-Arc, Los Angeles, und an der technischen Universität in München. Zahlreiche Gastvorträge weltweit, publiziert regelmäßig in internationalen Architekturzeitschriften.