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Mitteilung des Universitätsrats vom 20.04.2011
Im Rahmen des Berufungsverfahrens für das Amt der Rektorin/des Rektors ist in der heutigen Sitzung Eva Blimlinger aus dem Dreiervorschlag des Senates zur neuen Rektorin der Akademie der bildenden Künste Wien gewählt worden.

 

Eva Blimlinger, Foto: © Harald Wendelin

 

Sie wird ihre Amtsperiode gemäß UG 2002 und nach positivem Abschluss der Vertragsverhandlungen ab Oktober 2011 für 4 Jahre antreten.

Magª. Eva Blimlinger, geboren 1961 in Wien, studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Wien und ist seit den Achtzigerjahren freiberuflich im Kunst-, Kultur-, Bildungs- und Forschungsbereich tätig. Sie ist Verfasserin zahlreicher Publikationen und Veröffentlichungen und lehrte an verschiedenen österreichischen Universitäten. An der Universität für angewandte Kunst Wien leitete sie von 1991-1999 das von ihr aufgebaute Büro für Öffentlichkeitsarbeit, von 2002-2004 war sie Geschäftsführerin des EU-Stipendienprogramms "Premiere" für Absolvent_innen und seit seit 2004 Leiterin der Stabsstelle des Rektors für Projektkoordination und Prozessmanagement im Bereich Kunst- und Forschungsförderung. Von 1999 bis 2004 fungierte sie als Forschungskoordinatorin der Historikerkommission der Republik und ist seit 2008 wissenschaftliche Koordinatorin der Kommission für Provenienzforschung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur.
 
Mag. Dr. Alfred Brogyányi                                                         
Vorsitzender des Universitätsrates

(...) Eva Blimlinger konnte bereits beim Hearing mit einem umfassenden Konzept überzeugen. Als Rektorin will sie - analog zur Angewandten - für die Agenden Personal und Finanzen zuständig sein. Sie denke daran, bei der Budgetverteilung längerfristige Planungen vorzunehmen, da doch die Akademie nicht mehr an die Kameralistik, also Einjährigkeit, gebunden ist.

Ähnliches gilt für das Personal: Wenn eine Person an der Akademie unterrichte, sei davon auszugehen, dass deren Lehre gewünscht ist. Es sei daher nicht nachvollziehbar, weshalb die Verträge von Jahr zu Jahr, manchmal von Semester zu Semester verlängert werden.

Eva Blimlinger möchte zwei Vizerektoren oder -rektorinnen berufen: Die eine Person soll für Lehre und Nachwuchsförderung, die andere für Kunst und Forschung zuständig sein. Sie habe, sagte Blimlinger zum Standard, noch keine konkreten Gespräche geführt; sie denke aber daran, einen Posten hausintern zu besetzten und für den zweiten jemanden zu holen.

Den eingeschlagenen Weg will sie fortsetzen, da die Position der Akademie "signifikant, überaus geschärft und international herausragend" sei, so Blimlinger. Allerdings spricht sie sich für ein Nebeneinander der Ansätze aus - und nicht ein Gegeneinander. Die erste große Herausforderung aber wird es sein, die anstehende Generalsanierung zu meistern. Blimlinger, die als sehr durchschlagskräftig gilt, will sogleich ein Facility Management etablieren.

Noch-Wissenschaftsministerin Beatrix Karl und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek waren die ersten Gratulantinnen. (Thomas Trenkler/ DER STANDARD, Printausgabe, 21.4.2011)


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