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Präsentation | 20.06.2011, 19.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, R 211a

Mit folgenden Beiträgen zum Schwerpunktthema:

Anna Soucek, David Baum: Anfang des Neuanfangs
Nasrine Seraji, Joachim Krausse, Angelika Schnell: Der utopische Überschuss
Die fünf Plattformen
Big! Bad? Modern: Ein Forschungsprojekt des IKA; Dissecting Bigness | Dagnija Smilga; Kleinbehältertransportanlage | Clemens B. Hasler; The Cult of (a) Modern Monument(s) | Christian Fries; Das Land Alt Erlaa | Philip Soeparno
Francoise Fromonot: Big! Bad? Modern: Eine Archäologie der jüngeren Vergangenheit
Michael Zinganel | Von guten und bösen Monstern der Moderne
Marion von Osten | Zurück zum Beton
Christina Condak, Daniela Herold | Inselinterventionen - Donauinsel revisited: Architekturstudierende im ersten Jahr gehen in die Landschaft

 

Weitere Beiträge u.a. von: Andreas Schnider, KunstLALA, Eva Blimlinger Thomas Trenkler, Cornelia Reiter, Beatrix Bastl und Paul Köpf
Poster Innenseite: Toni Schmale, bend over your boyfriend, 2010

ADPCMTESCGLCHTC, in Worten: Analogue, Digital Production (ADP), Construction, Material, Technology (CMT), Ecology, Sustainability, Conservation (ESC), Geographies, Landscapes, Cities (GLC), History, Theory, Criticism (HTC), so lauten die Namen der fünf Plattformen, die seit gut vier Jahren das Institut für Kunst und Architektur strukturieren und bei Außenstehenden oftmals für Erstaunen und Kopfschütteln sorgen. Die Abkürzungen könne man sich ja nie merken und dass die Plattformen nicht identisch sind mit Klassen oder Lehrkanzeln, die es nun nicht mehr gibt, verstehe man auch nicht, so ein oft geäußerter Vorwurf.

Dass alles im Grunde gar nicht kompliziert ist - bloß eben neu - und dass die ungewohnte Studienstruktur methodisch und inhaltlich für einen offenen Dialog zwischen Studierenden und Lehrenden geeigneter ist, will diese Ausgabe der bildenden aufzeigen.

Neben einführenden Texten zum Institut für Kunst und Architektur im Umfeld seiner Wiener Konkurrenz (Anna Soucek) und im historischen Kontext (Nasrine Seraji im Gespräch mit Joachim Krausse) ist es vor allem die Darstellung des derzeitigen Jahresthemas und Forschungsprojekts am IKA, die zeigt, dass die Entwurfsstudios nicht unter sich bleiben müssen, sondern in Kooperation forschen, analysieren, entwerfen, kritisieren, verändern, publizieren und ausstellen. Die Auseinandersetzung mit vier Wiener Großbauten der Nachkriegsmoderne wirft für alle Studierenden, ob in Bachelor- oder Master-Studium, die Frage nach dem Umgang mit dem gesellschaftlichen Projekt der Moderne auf, der historisch wichtigsten Zäsur in der jüngeren Architekturgeschichte, die trotz Kritik bis heute maßgebend ist. Auch im 21. Jahrhundert kann eine sozialpolitisch ausgerichtete Architekturausbildung auf das sorgfältige Nachdenken über Ideen und Projekte von Le Corbusier, Margarete Schütte-Lihotzky, Walter Gropius, Frank Lloyd Wright oder Ludwig Mies van der Rohe nicht verzichten, auch wenn sie ihre eigenen Wege sucht.

Im Februar 2011 lud das IKA zu einer Ausstellung über die ersten Ergebnisse in den Prospekthof im Semperdepot, Titel: BIG! BAD? MODERN:. Studierende kuratierten und präsentierten vor einem offenen Publikum und hatten mit internationalen Gästen die Möglichkeit, ihre Fragestellungen und Kritikpunkte zu diskutieren. Über diese Ausstellung und über die Nachhaltigkeit der Moderne in der Architektur schreiben in dieser Ausgabe Françoise Fromonot, die auch die Präsentationen der Studierenden begleitet hat, sowie Michael Zinganel und Marion von Osten, die beide die Ausstellung besucht haben und ihre Thesen von unterschiedlichen Perspektiven kritisieren.

Für den kommenden, zweiten Teil der Ausstellung im Oktober 2011, in der vor allem studentische Entwürfe im Zentrum stehen, die die Zukunft der Gebäude aufzeigen, wird ein ganzes Studio, das der Plattform HTC (History, Theory, Criticism) zugeordnet ist, die Konzeption übernehmen. Dieselbe Gruppe bereitet auch einen Katalog vor und zeichnet für den Schwerpunkt dieser Ausgabe der bildenden verantwortlich. Es sind Laura Amann, Christina Condak, Diana Drogan, Marta Jarabo Devesa, Antje Lehn, Jasmin Leonard, Nefeli Papakyriakopoulou, Sarah Pfeifer, Angelika Schnell, Philipp Soeparno und Ilke Huriye Tandogdu. Es ist vor allem die Plattformstruktur, die es erlaubt und fördert, theoretische Arbeit selbst als Entwurf zu sehen und in Kooperation mit den anderen Studios zu entwickeln.

Diana Drogan, Angelika Schnell

Bisher erschienen:
die bildende 06: thia sentence is now being performed
die bildende 05: um bildung
die bildende 04: Arbeitsverhältnisse
die bildende 03: Höher hängen! Die Akademie und ihre Sammlungen
die bildende 02: Künstlerische Forschung
die bildende 01: Sound